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Glossar

Von A wie Attika bis V wie Verlegeplan:
Wichtige Begriffe und Sachverhalte aus dem Leichtmetallbau kurz erklärt.

Bauseits ist an der Einbaustelle ausreichender und geeigneter Lagerplatz für die Lagerung der einzubauenden Materialien zur Verfügung zu stellen. Die Pakete mit Profiltafeln und Zubehörteilen müssen mit geeigneten Hebezeugen abgeladen werden. Beim Einsatz von Kränen soll das Abladen mit dafür geeigneten Anschlagmitteln (Hebebändern) erfolgen. Eindrückungen lassen sich dabei nicht immer vermeiden.

Pakete mit Profiltafeln müssen schräg gelagert werden, damit eventuell anfallende Feuchtigkeit im Paket, z.B. Regen, Kondensat, abgeführt wird.

Lagerflächen auf dem Dach zur vorübergehenden Lagerung von Baustoffen und Geräten (z.B. Bitumenblöcke, Behälter, Maschinen) dürfen nur in den Auflagerbereichen der Profiltafeln angelegt werden; dazu ist die Genehmigung der örtlichen Bauleitung einzuholen. Die Lagerung darf nur über lastverteilende Unterlagen erfolgen. Die Gesamtbelastung darf nur so groß sein, wie sie z.B. vom Trapezprofil und vom weiteren Tragwerk aufgenommen werden kann.

Pakete mit Stahl-Sandwichelementen, deren Länge 10 m überschreiten, und Aluminium-Sandwichelementen, deren Länge 8 m überschreiten, sollten mit Traversen abgeladen werden. Falls vom Lieferanten nicht vorgesehen, ist für ausreichenden Kantenschutz zu sorgen.Bereits bei der Lagerung der Sandwich-Dachelemente ist auf die Verlegerichtung zu achten. Insbesondere bei der Verlegung mit einem Kran sind große Durchbiegungen zu vermeiden, da diese sonst schon vor dem Einbau der Elemente zu einer Ablösung der Deckschale führen können.

Punktbelastungen sind zu vermeiden, da diese zu Verbeulungen der Deckschalen führen können. Sandwichelemente sind bereits in Dachneigung anzuschlagen und dürfen nicht über bereits verlegte Elemente geschoben oder gezogen werden. Es sollten nicht mehr als zwei Pakete mit Sandwich- elementen übereinandergelagert werden.

Die verschiedenen Materialien, Profile und Kantteile sind übersichtlich und möglichst nach Baubereichen positionsweise zu lagern.

Wenn ein Absetzen der Pakete auf dem Dachtragwerk erforderlich ist, soll dies im Bereich der Bauwerksstützen erfolgen; andernfalls ist die örtliche Bauleitung zu befragen. Werden die Pakete bzw. einzelne Profiltafeln auf geneigten Dachkonstruktionen abgesetzt, so sind sie gegen Abrutschen zu sichern; ggf. sind auch die Profiltafeln in den Paketen gegen Abrutschen zu sichern.

Bei allen nicht zusätzlich beidseitig kunststoffbeschichteten Profiltafeln ist eine regensichere, gut durchlüftete Abdeckung der im Freien lagernden Pakete durch  Planen erforderlich. Dies empfiehlt sich auch bei längerer Lagerung für kunststoffbeschichtete Profiltafeln. Werksseitige Paketumhüllungen müssen zur Vermeidung von Kondensatbildung an den Enden geöffnet werden.

Bei Lagerung ohne ausreichende Belüftung oder bei länger andauernder Lagerung von Profiltafeln kann sich ein loser grauer bis weißlicher Belag, sogenannter Weißrost, bilden. Leichter Weißrost ist im Allgemeinen einfach zu entfernen und beeinträchtigt in der Regel weder die Verarbeitbarkeit des Bleches noch den Korrosionsschutz. Geringfügige Weißrostbildung beeinträchtigt nicht die Gebrauchsfähigkeit des Bauteils. Entsprechendes gilt für die sogenannte Brunnenwasserschwärze bei Aluminium bzw. Aluminium-Zink-Überzügen (AZ). Bei in größerem Umfang vorhandener Weißrostbildung / Brunnenwasserschwärze müssen in Abstimmung mit dem Lieferanten geeignete Ausbesserungsmaßnahmen durchgeführt werden. Weißrost bzw. Brunnenwasserschwärze kann durch Dampfdiffusion bzw. Osmose auch unter einer zusätzlichen Kunststoffbeschichtung vorkommen und zum Ablösen der Beschichtung führen. Profiltafeln aus unbeschichtetem Aluminium müssen überdacht und trocken gelagert werden.
Geöffnete Pakete sind bei Arbeitsunterbrechungen gegen Windangriff zu sichern.

Geringfügige Abweichungen von der Ebenheit in den ebenen Flächenbereichen von Profiltafeln und Sandwichelementen, die insbesondere unter Schräglicht zu erkennen sind, z. B. infolge von Walz- oder Kantspannungen, sowie leichte Randwelligkeit der freien Ränder sind systembedingt und beeinflussen die Trag- und Gebrauchsfähigkeit nicht. Abweichungen von der Oberflächenebenheit im unmittelbaren Bereich von Verbindungen und Befestigungen sind systembedingt.

Akustikdach aus Trapezprofilen

Bei diesen Konstruktionen sind die Stege der Trapez-profiltragschale gelocht. Die Lochung der Profiltafeln muss zum Zwecke der Schallabsorption mit vlieskaschierten schallabsorbierenden Mineralfaserdämmstreifen hinterlegt werden. Die Dampfsperre wird oberhalb der schallabsorbierenden Schicht auf der Tragschale angrenzend an die Wärmedämmung verlegt. Die Vorgaben der schalltechnischen Baumusterprüfungen müssen eingehalten werden.

Ist es notwendig, zusätzlich zu den Produkteigenschaften die Aspekte des Zusammenfügens von Bauprodukten zu regeln, ist eine allgemeine Bauartgenehmigung (aBg) erforderlich. Die aBg ist freiwillig und kann Regelungen zur Planung, Bemessung, Ausführung, Nutzung und Wartung enthalten. Aus der aBg ergibt sich keine besondere Kennzeichnung“

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen (abZ) werden für solche Bauprodukte im Anwendungsbereich der Landesbauordnungen erteilt, für die es allgemein anerkannte Regeln der Technik, insbesondere DIN EN Normen, nicht gibt oder die von diesen wesentlich abweichen. Sie sind zuverlässige Verwendbarkeitsnachweise von Bauprodukten bzw. Anwendbarkeitsnachweise von Bauarten im Hinblick auf bautechnische Anforderungen an Bauwerke. Die Anwendung von Stahlprofiltafeln für Verbunddecken und Additivdecken ist in bauaufsichtlichen Zulassungen geregelt, ebenso die Anwendung von Klemmrippen und Stehfalzprofilen.Bei der Montage von bauaufsichtlich zugelassenen Bauelementen zu Dach-, Wand- und Deckensystemen müssen die entsprechenden Zulassungsbescheide auf der Baustelle vorliegen. Dies gilt ebenfalls bei der Verwendung bauaufsichtlich zugelassener Verbindungselemente und Dübel. Für Bausysteme und Bauarten gemäß abZ hat die ausführende Firma dem Bauherren eine Erklärung abzugeben, dass die fertig gestellte Konstruktion (Bausystem / Bauart) mit der zugehörigen allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung übereinstimmt. Die Produkte gemäß abZ müssen mit einem Ü-Zeichen gekennzeichnet sein: ÜZ

Das Antikondensatvlies ist ein Feuchtespeicher, der anfallendes Tauwasser aufnehmen und wieder abgeben kann. Es besteht im Allgemeinen aus Kunststofffasern, die werksseitig auf die Unterseite der Profiltafeln als Vlies aufgeklebt werden und abtropfendes Kondenswasser verhindert.

Eine Attika ist ein Halbgeschoss oder eine Dachaufkantung zur Verdeckung der Ansicht des Daches. Im Metallleichtbau werden  so die Wandbereiche bezeichnet, die über die Dachfläche hinausragen.

Auflagerkonstruktionen müssen durchgehend eben ausgebildet sein. Die Auflagerflächen der Profiltafeln müssen die gleiche Neigung wie die Profiltafeln und Sandwichelemente haben und dürfen nicht durch Schrauben, Laschen, Kopf- und Stoßplatten bzw. Kopf- und Stoßlaschen gestört sein. Die Profiltafeln und Sandwichelemente müssen vollflächig auf der Unterkonstruktion aufliegen. Die vorhandenen Auflagerbreiten sind mit den durch die statische Berechnung festgelegten Angaben im Verlegeplan zu vergleichen. Sind die Auflagerbreiten kleiner als im Plan festgelegt, ist der Planverfasser zu verständigen und es sind dessen Anweisungen abzuwarten .

Für einzelne Profiltypen können abweichende Auflagerbreiten erforderlich sein, die in den Prüfbescheiden der Profile angegeben sind . Bei Sandwichelementen sind die entsprechenden Bedingungen der bauaufsichtlichen Zulassungsbescheide einzuhalten. Die erforderliche Auflagerbreite ist im Rahmen des statischen Nachweises der Elemente zu ermitteln. Im Allgemeinen führt dieser Nachweis zu größeren Auflagerbreiten als die angegebene Mindestauflagerbreite.

Bei einer hintereinander gereihten Verlegung von Profiltafeln ist bei einem gebrauchsüblichen Betrachtungsabstand auf die gradlinige Rippenführung über die gesamte Fläche hin zu achten.

Die Einteilung der Profiltafeln durch Markierungen auf der Tragkonstruktion hat sich bewährt. Die Profile sind parallel bzw. senkrecht zur Tragkonstruktion zu verlegen.

Rechnerische Verlegebreite einer Profiltafel als Vielfaches des Profilrasters (Rippen) (b = n x bR).

Großflächige Metalldächer bis 20° Neigung, die nach DIN 18234 gebaut sind, erfüllen das Schutzziel einer Begrenzung der Brandweiterleitung im Bereich der geschlossenen Dachfläche, an Durchdringungen, An- schlüssen und Abschlüssen, bei unterseitiger Brandbeanspruchung durch einen begrenzten Entstehungs- brand. DIN 18234 ist im Wesentlichen anzuwenden auf Dächer von Industriegebäuden, Verkaufsstätten oder Versammlungsstätten ab einer bestimmten Größe. Diese Dachgröße bzw. Brandabschnittsgröße ist in den jeweiligen Musterbauverordnungen festgelegt. Nach der Muster-Industriebaurichtlinie, M IndBauRL, sind Dächer ab einer Größe von 2500 m2 nach DIN 18234 auszubilden.

Für Baustoffe wie Metallprofiltafeln, Mineralwolle-Dämmung, Schrauben und Niete, aus denen Metallleichtbaukonstruktionen im Wesentlichen bestehen, gilt die Baustoffklasse A mit der bauaufsichtlichen Benennung nichtbrennbarer Baustoff nach DIN 4102-1. Alternativ gilt das Brandverhalten A1 mit der bauauf- sichtlichen Benennung nichtbrennbarer Baustoff nach DIN EN 13501-1.

Für die Dampf- bzw. Luftsperre, Schutzbahn, Dichtbänder, Dichtscheiben und thermische Trennungen wird die Verwendung von Baustoffen der Baustoffklasse B1, schwerentflammbar nach DIN 4102, Teil 1, empfohlen, die das Brandverhalten der ansonsten nichtbrennbaren Metallleichtbaukonstruktion nicht wesentlich beeinflussen.

Verbindungselemente dienen der mechanischen Verbindung von mindestens zwei oder mehr Bauteilen miteinander. Es dürfen nur Verbindungselemente ver- wendet werden, für die ein Verwendbarkeitsnachweis vorliegt (abZ, aBg, ETA). Die Einsatzbedingungen für die zu verbindenden Bauteile sind in den Verwendbarkeitsnachweisen beschrieben. Das zu befestigende Bauteil wird als Bauteil I bezeichnet. Bauteil I ist immer das lastgebende Bauteil und liegt an der Kopfseite bzw. Dichtscheibe an. Das Bauteil, an dem befestigt wird, bzw. die Unterkonstruktion wird als Bauteil II bezeichnet. Bauteil II ist immer das lastaufnehmende Bauteil. Bei planmäßiger Querkraftübertragung müssen die zu verbindenden Bauteile unmittelbar aufeinanderliegen.

Die Anordnung von Trennlagen, z.B. Dichtbändern oder thermischen Trennstreifen mit einer komprimierten Dicke von ≤ 3 mm, ist zulässig. Verbindungselemente für die Verbindung zweier Bauteile aus Stahl miteinander und für die Befestigung an Unterkonstruktionen aus Stahl oder Holz sind zurzeit über eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung / allgemeine Bauartgenehmigung Nummer Z-14.1-4 oder in Europäischen Technischen Bewertungen (ETA) geregelt.

Verbindungselemente, die planmäßig eine Auslenkung des Schraubenkopfes erfahren und an Unterkonstruktionen aus Stahl oder Holz einsetzbar sind, sind in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung / allgemeinen Bauartgenehmigung Nummer Z-14.4-407 oder in Euro- päischen Technischen Bewertungen (ETA) geregelt. Verbindungselemente für die Verbindung zweier Bauteile aus Aluminium miteinander und für die Befestigung an Unterkonstruktionen aus Aluminium, Stahl oder Holz sind zurzeit in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung / allgemeinen Bauartgenehmigung Nummer Z-14.1-537 oder in Europäischen Technischen Bewertungen (ETA) geregelt.

Verbindungselemente für die Verbindung zweier Bauteile mit geplantem Abstand (vorgesehene Distanz zwischen Bauteil I und Bauteil II), z.B. 40 oder 80 mm, sind in den Zulassungen Z-14.1-421 bzw. Z-14.1-466 geregelt.

Alle in den allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen Z-14.1-4 (VT 03, Z-14.4-407 (VT 05), Z-14.1-537 (VT 04 oder sonstigen Verwendbarkeitsnachweisen der Hersteller enthaltenen Verbindungselemente sind geeignet zur Anwendung in warmgewalztem Baustahl S235J bis S355J nach DIN EN 10025-2 oder in schmelztauchveredeltem Stahlblech S280GD bis S350GD nach DIN EN 10346. Bei Unterkonstruktionen aus anderen Werkstoffen bzw. anderen Werkstoffkombinationen müssen Verbindungselemente verwendet werden, für die Verwendbarkeitsnachweise für die entsprechenden Werkstoffe bzw. Werkstoffkombinationen vorliegen.

Unterkonstruktionen aus nichtrostendem Stahl sind nicht Bestandteil der Verwendbarkeitsnachweise und sind gesondert zu behandeln. Unterkonstruktionen aus Stahl haben im Allgemeinen die Form von HEA-, IPE-, Z- oder Hohlprofilen und verlaufen quer zur Profiltafellängsachse. Wasserführende Schalen, z.B. Profiltafeln und Sandwichelemente, können im Ober- und im Untergurt mit der Unterkonstruktion aus Stahl verbunden werden. Bei der Befestigung ohne Kalotte haben sich Dichtscheibendurchmesser ≥ 19 mm bewährt.

Für die Befestigung von Sandwichelementen dürfen ausschließlich Verbindungselemente verwendet werden, die nach der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-14.4-407 oder ETA der Hersteller für Verbindungselemente oder den bauaufsichtlichen Zulassungen für Sandwichelemente der Hersteller geregelt sind.

Die Verwendbarkeitsnachweise für die Verbindung von Sandwichelementen mit der Tragkonstruktion aus Stahl oder Holz, z. B. Z-14.4-407, regeln ausschließlich die Befestigung von Sandwichelementen mit Stahldeckschichten. Dies bedeutet, dass bei Elementen mit Aluminiumdeckschichten die für den Nachweis der Verbindungsmittelkräfte benötigten Zugkräfte (Überknöpfwerte) aus den Zulassungen des Sandwichelemente- Herstellers entnommen werden müssen. Dachelemente mit Aluminiumdeckschichten werden im Allgemeinen mit Kalotten befestigt.

Die Mindesteinschraubtiefe der Verbindungselemente in der Unterkonstruktion aus Stahl oder Holz ist einzuhalten, dabei dürfen angeschweißte Bohrspitzen oder gehärtete Spitzen nicht mitgerechnet werden. Die Angaben der Verbindungselemente-Hersteller zu den Klemmdicken sind zu beachten. Verbindungselemente sind anschlagorientiert zu verschrauben.

Für eine einwandfreie Befestigung von Sandwichelementen muss das Verbindungselement so tief eingeschraubt werden, dass die Dichtung unter dem Schraubenkopf eine leichte Verformung aufweist. Dies bedingt gleichzeitig eine leichte Eindrückung der oberen Deckschale des Sandwichelementes. Bei Sandwichelementen sind daher im Bereich der Verschraubungen leichte Verformungen an der oberen Deckschale systembedingt und unvermeidbar. Einbeulungen in Deckschalen von Sandwichelementen mit PUR-Kern sollten im Bereich der Verschraubung kleiner als 2 mm sein (nur bei Einfeldträgern und Endauflagern nachhaltig kontrollierbar). Auch aufgrund von Temperaturverformungen können leichte Eindellungen an der Außenschale sichtbar werden. Dies ist systembedingt und unvermeidbar. Sollten Einbeulungen, die größer als 2 mm sind, vermehrt auftreten, sollte die Funktion überprüft werden.

Bei diesen Punkten handelt es sich um den Stand der Technik. Insofern liegen keine Unregelmäßigkeiten vor.

Empfehlung:
Zur Reduzierung der Beulenanfälligkeit sind größere Dichtscheiben zur besseren Lastverteilung einzusetzen. Anstelle Ø 16 mm sind Dichtscheiben Ø 19 mm oder Ø 22 mm vorzuziehen.

Die Verwendung von Schrauben mit Stützgewinde und Hinterschnitt hat sich bewährt.

Bei Befestigungen von Profiltafeln und Sandwichelementen auf Unterkonstruktionen aus Holz sind die Bestimmungen von DIN EN 1995-1-1 (Eurocode 5) zu beachten . Die Mindesteinschraubtiefe richtet sich nach statischen Vorgaben und den Angaben in den Verwendbarkeitsnachweisen der Verbindungselemente. Bei einer Befestigung auf einer Holzunterkonstruktion sind nur Verbindungselemente zu verwenden, bei denen die Verwendbarkeit für Holzunterkonstruktionen ausdrücklich vermerkt ist. Die Holzunterkonstruktion muss vorgebohrt werden, oder es sind Bohrschrauben zu verwenden, diese gelten als vorgebohrt. Im Falle wasserführender Schalen, z.B. Profiltafeln und Sandwichelemente, empfiehlt sich die Befestigung der Profile im Obergurt. Bei Verwendung von Trapez- oder Wellprofilen als Dachdeckung sollten die Profile eine Höhe von 60 mm nicht überschreiten. Um Dachschub aufzunehmen, kann z.B. unter der Firstabdeckung im Untergurt durch Verschrauben ein statisch wirksames Querkraftauflager geschaffen werden. Die Schrauben für die Obergurtbefestigung müssen auf eine ausreichende Kopfauslenkung hin geprüft worden sein. Bei der Befestigung von Profiltafeln im wasserführenden Untergurt an einer Holzunterkonstruktion sind Bohrschrauben mit Dichtscheiben mit einem Durchmesser von mindestens 19 mm und einer weichen EPDM-Dichtung mit einer Dicke von 3 mm zu verwenden . Für die Bemessung von Verbindungselementen gelten bei Unterkonstruktionen aus Holz zusätzliche Regelungen. Die charakteristischen Tragfähigkeitskennwerte My,Rk und fax,k, die für den Nachweis nach DIN EN 1995- 1-1 zu verwenden sind, sind in den entsprechenden Anhängen der Verwendbarkeitsnachweise angegeben. Die nach DIN EN 1995-1-1 berechneten charakteristischen Werte für Auszugs- und Lochleibungstragfähigkeit bei Holzunterkonstruktionen werden mit den in der rechten Spalte des jeweiligen Anlageblattes angegebenen charakteristischen Werten für Bauteil I (Durchknöpf- und Lochleibungstragfähigkeit) verglichen. Der niedrigere Wert wird für die weitere Berechnung verwendet.

Größere bleibende Verformungen, insbesondere Knicke an den Kanten am Übergang zwischen Gurt und Steg, können die Tragfähigkeit vermindern. Deshalb muss geprüft werden, ob die beschädigte Profiltafel den Anforderungen noch genügt. Wenn die erforderliche Tragsicherheit nicht mehr gegeben ist, dürfen die derart beschädigten Profiltafeln nicht eingebaut werden. Eine maßliche Festlegung für die Größe der Verformung, die noch zulässig ist, ist nicht möglich. Bauelemente mit Verformungen, die die Tragfähigkeit nicht beeinträchtigen, brauchen nicht ausgetauscht zu werden, wenn sie sich an Stellen am Bauelement befinden, die im eingebauten Zustand nicht einsehbar sind, wie z. B. im Dachbereich. Der Baufortschritt darf durch eventuell anfallende Austauscharbeiten nicht behindert werden. Fehlbohrungen sind fachgerecht zu schließen.

Metallleichtbaukonstruktionen einschließlich aller An- und Abschlüsse aus Metallblech sind gemäß DIN EN 62305-3 (VDE 0185-305-3) als Fangeinrichtung geeignet, sofern die Metallleichtbaubauteile zuverlässig miteinander verbunden sind und eine Blechdicke von mindestens 0,5 mm (Stahl) bzw. von 0,65 mm (Aluminium) aufweisen. Als zuverlässig miteinander verbunden gelten Längs- und Querstoßverbindungen, wenn sie durch Klemmprofile, Falze, Niete oder Schrauben hergestellt sind. Dies gilt auch für kunststoffbeschichtete Bleche, sofern die Kunststoffbeschichtung nicht dicker als 500 μm PVC oder 1 mm Bitumen ist.

Bei Querstößen soll die Überdeckungslänge mindestens 100 mm betragen. Einfassungen müssen ebenfalls eine Überdeckung von mindestens 100 mm haben.

Die fachgerechte Ableitung des Blitzstroms vom Dach muss bauseitig sichergestellt werden.

Bei Bohrvorgängen anfallende kleine Bohrspäne führen, soweit sie der Bewitterung ausgesetzt sind, zu Verfärbungen der verzinkten oder beschichteten Oberfläche. Diese Verfärbungen stellen keine Beeinträchtigung des Korrosionsschutzes dar und sind, sofern sie in geringem Maße vorkommen, kein die Leistung mindernder Mangel.

Bohrspäne auf sichtbaren und der Bewitterung ausgesetzten Oberflächen müssen entfernt werden, soweit dies mit vertretbarem Aufwand durchführbar ist. Danach verbleibende Restspäne sind systembedingt und gelten nicht als Leistungsminderung. Auch solche nicht, die durch Bewegung der Bauteile später heraustreten und sichtbar werden.

Bei vertikalen Montagen müssen Bohrungen zur Aufnahme der Anschlagvorrichtungen so gesetzt werden, dass diese später durch Formteile, z. B. Lisenen, abgedeckt werden. Bei horizontaler Montage dürfen Bohrungen zur Aufnahme der Anschlagvorrichtungen nur dort angelegt werden, wo sie durch die Unterkonstruktion verdeckt werden.

Bei diesen Punkten handelt es sich um den Stand der anerkannten Regeln der Technik. Insofern liegen keine Unregelmäßigkeiten vor.

Werden hinterlüftete Außenwandbekleidungen mit Profiltafeln nach DIN EN 1090-4 [28], DIN EN 1090-5 [29] oder DIN EN 14782 [35] hergestellt, so sind die geltenden technischen Baubestimmungen für Fassadenbekleidungen zusätzlich zu beachten, soweit in DIN EN 1090-4 [28], DIN EN 1090-5 [29] oder DIN EN 14782 [35] keine Regelungen enthalten sind.
Diese Norm gilt nicht für raumabschließende Bauteile und deren Bestandteile, z.B. Trapezprofilkonstruktionen nach DIN EN 1090-4 [28], DIN EN 1090-5 [29] und DIN EN 14782 [35].

Beschichtungsstoffe und Überzüge – Korrosionsschutz von tragenden dünnwandigen Bauteilen aus Stahl – Teil 1: Anforderungen und Prüfverfahren. Diese Norm ersetzt DIN 55928-8. Diese Norm regelt den Korrosionsschutz bei tragenden dünnwandigen Bauteilen aus unlegiertem oder niedriglegiertem Stahl, deren Nennblechdicke ohne Metallüberzüge maximal 3 mm beträgt und die atmosphärischer Korrosionsbelastung ausgesetzt sind. Bei Nennblechdicken von tN > 3,0 mm müssen die Regel- werke der Normenreihe DIN EN ISO 12944 angewendet werden.

Diese Norm gilt für Band- und Stückbeschichtungen. Die Beschichtung kann sowohl im Werk als auch auf der Baustelle ausgeführt werden.

Bemessung und Konstruktion von Stahlbauten – Teil 1-3: Allgemeine Regeln – Ergänzende Regeln für kaltgeformte dünnwandige Bauteile und Bleche

Diese Norm enthält Anforderungen an die Bemessung kaltgeformter, dünnwandiger Bauteile und Bleche. Sie bezieht sich auf kaltgewalzte Stahlerzeugnisse aus beschichtetem oder nichtbeschichtetem warm- oder kaltgewalztem dünnwandigem Blech oder Band, das durch Rollprofilier- oder Kantverfahren kaltverformt wurde. Sie darf auch zur Bemessung von profilierten Stahlblechen für Stahl-Beton-Verbunddecken im Bauzustand angewendet werden, siehe DIN EN 1994 (Eurocode 4).

Dampfbremsen sind unmittelbar auf der tragenden Unterschale, angrenzend an die Wärmedämmung zur Seite mit dem größten Wasserdampf-Teildruck i. d. R. zum  Rauminneren hin anzuordnen. Sie sollen dem Feuchtetransport durch Dampfdiffusion vom Rauminneren in die Dachkonstruktion einen geplanten Widerstand entgegensetzen. Die diffusionsäquivalente Luftschichtdicke der Dampfbremsschicht Sd = μ ·   s ergibt sich aus der Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl μ multipliziert mit der Dicke des Werkstoffes. Der Sperrwert Sd darf 100 m nicht unterschreiten. Als Dampfbremsen sind z.B. Bitumenbahnen mit oder ohne Aluminium-Einlage, PE-Folien und Aluminium-Verbundfolien geeignet. Die Dampfbremsen/Luftsperren müssen mit ausreichender Überlappung verlegt werden. Die Nähte und Stöße sind dampfdicht/luftdicht nach Vorschrift des Herstellers zu verkleben oder zu verschweißen. Bei Durchführungen, Öffnungen und aufgehenden Bauteilen ist die Dampfbremse/Luftsperre ebenso dicht anzuschließen.

Dichtbänder sind im Allgemeinen Bänder aus offenzelligem Polyurethan-Schaumstoff, die mit zweckentsprechenden Stoffen imprägniert sind. Dichtbänder  entwickeln ihre Eigenschaften in Abhängigkeit von der Kompression, die sie in der Anwendung erfahren. Die  zur Erfüllung der Abdichtungsanforderung erforderliche  Kompression der Dichtbänder ist herstellerabhängig,  daher sind in jedem Fall die spezifischen Herstellerangaben zu beachten.

Im Metallleichtbau werden Dichtungsmaßnahmen an den Quer- und Längsrändern von Profiltafeln und der Verlegefläche in Dach- und Wandkonstruktionen erforderlich. Dabei sind die Dichtungsmaßnahmen, z.B. Dichtbänder, entsprechend den Einsatzbedingungen auszuwählen, vgl. IFBS-Fachregeln zur Bauphysik (BP 04). Die Innenschalen bei Sandwich- und Kassettenkonstruktionen müssen als Konvektionssperre und die Außenschalen schlagregendicht ausgeführt werden. Bei nicht „quasiebenen“, grob profilierten Innenschalen, z.B. Dachtragschalen aus Trapezprofilen, muss die Konvektions- und Dampfsperrschicht durch andere Maßnahmen, z. B. Dampfsperrbahnen, hergestellt werden. In baulichen Anlagen, bei denen die Anforderung an den Feuchte- und Wärmeschutz nach DIN 4108-2 Abs. 4.2.3 und 7 und / oder die Bestimmungen der Energieeinsparverordnung zu beachten sind, müssen die Stöße (Längs- und Querstöße) der Innenschalen zur Vermeidung von Tauwasser im Innern der Dach- oder Wandkonstruktionen und zur Reduzierung der Transmissionswärmeverluste gegen Konvektion (Luftdurchgang) abgedichtet werden. Bei großformatigen Profiltafeln aus Metall wird die Regensicherheit in allen Wetterrichtungen gewährleistet. Dies wird durch die Dachneigung, durch die Längsstoßverschraubung und bei geringen Dachneigungen (≤ 7°) durch den Einsatz von geeigneten Dichtbändern in den Längsstößen gewährleistet.

Dichtungsmaßnahmen bei Dach- und Wandsystemen sind mit den im Verlegeplan vorgeschriebenen Dichtungsbändern und / oder Dichtungsmassen an Längs- und Querstößen sowie Anschlüssen und Abschlüssen auszuführen (BP 04). Dichtbänder werden auf der Tragkonstruktion oder auf durch Kantprofile geschaffenen Dichtungsebenen gemäß Verlegeplan angebracht. Querstöße der durch Kantprofile geschaffenen Dichtungsebenen müssen abgedichtet werden. Querstöße und Fugen von bauseitig vorhandenen Dichtungsebenen, z. B. Pfetten, Riegel oder Befestigungsschienen in Betonstützen, an den Endauflagern / Querrändern von luftdichten Schalen, z.B. Sandwichelementen oder Stahlkassettenprofilen, müssen abgedichtet werden. Massive Bauteile mit Fugen müssen im Bereich der luftdichten Anschlüsse der Metallleichtbaukonstruktionen im Bereich der Dichtbänder einen luftdichten Glattstrich gemäß VOB / C, ATV DIN 18330 „ Mauerarbeiten“, 4.2.4 „Glattstriche“ aufweisen.

Es ist darauf zu achten, dass nur Produkte und Konstruktionsteile verwendet werden, die über die erforderlichen Nachweise der Übereinstimmung (Konformität) mit den nationalen und internationalen Richtlinien oder Verordnungen verfügen, z.B. CE- oder Ü-Zeichen. Das Erfordernis ergibt sich aus den jeweiligen nationalen baurechtlichen Bestimmungen. Die Dokumente der Kennzeichnung („Label“) sind aufzubewahren und in den Unterlagen auf der Baustelle zur etwaigen Kontrolle bereitzuhalten.

Bei Doppellagen, d. h. Doppelverlegung von Trapezprofilen, dürfen die Querschnitts- und Bemessungswerte jeder Lage dann voll angesetzt werden, wenn der Untergurt der oberen Lage ausreichend gestützt ist. Wenn aufgrund der Tafelgeometrie zwischen den Tafeln ein Spalt entsteht, kann der Spalt durch Einlegen von Distanzstreifen aus druckfestem Material, z.B. Metallstreifen, in den Untergurt der unteren Lage gefüllt werden. Die Distanzstreifen müssen über dem Auflager sowie mindestens einmal im Feld angeordnet und fixiert werden (z.B. durch Einkleben). Die Lage und Anzahl der Distanzstreifen muss bei der Ermittlung der Schnittgrößen am Gesamtsystem berücksichtigt werden. Die Lage der Distanzstreifen muss beim Nachweis als Auflagerbreite der oberen Lage angesetzt werden. Öffnungen in Doppellagen aus Trapezprofilen sind zu vermeiden.

Bei Dächern mit quer zur Gefällerichtung verlegten Profiltafeln kann während der Montage Niederschlagswasser in die Profilrippen gelangen, das nicht komplett entfernt werden kann. Während der Trocknungsphase kann es zu Tropferscheinungen kommen. Dieser Vorgang kann durch Anbohren der Untergurte der Profiltafeln beschleunigt werden. Das Anbohren der Profile ist eine Zusatzleistung.

Bei hinterlüfteten Stahlkassettenwand-Konstruktionen werden geringe Mengen von Feuchtigkeit auf den Kassettenstegen durch spätere Austrocknung infolge von Sonneneinstrahlung oder Gebäudebeheizung abgeführt.

Die Europäischen Technischen Bewertungen werden für Bauprodukte im Anwendungsbereich der EU-Bauprodukteverordnung erteilt; sie bewerten die Leistung eines Bauproduktes oder einer Bauart. Bei Bauprodukten gemäß ETA müssen die Angaben in der Leistungserklärung den Anforderungen des nationalen Bauordnungsrechts am Einsatzort (Landesbauordnung) genügen. Die Produkte nach ETA müssen mit einem CE-Zeichen in Verbindung mit einer Leistungserklärung nach EU- Bauprodukteverordnung (DoP) gekennzeichnet sein: CE + DoP

Falzprofile haben meistens einen trogförmigen Querschnitt,  bei dem häufig der ebene Gurt durch eine oder mehrere flache Sicken versteift wird. Sie werden ausschliesslich als Oberschale eingesetzt. Als Werkstoffe kommen Stahl-, Aluminium-,  Titanzink-  oder  Kupferbleche  zum  Einsatz.  Die  Profile  sind  über  spezielle  Halter  mit der tragenden Unterschale, der Unterkonstruktion  selbst  oder  den  Distanzprofilen verbunden.  Die  Halter  sind  mittels  Schrauben oder Blindniete befestigt.  Die kontinuierliche Längsverbindung der Profie untereinander erfolgt in Falztechnik mit gleichzeitiger Einfalzung der Halter.

 

Die Stahl-Sandwichelemente dürfen nicht unmittelbar auf den Sockel oder das Tropfblech aufgesetzt werden. Bei Sandwichelementen mit einem Dämmkern aus Hartschaum darf ein Abstand zum Tropfprofil von 6 mm nicht unterschritten werden. Bei der Ausführung mit einem minimalen Abstand von 6 mm müssen die Sandwichelement- und Bauwerkstoleranzen entsprechend der Anforderung minimiert werden.

Bei vertikaler Anordnung von Sandwichelementen mit einem Dämmkern aus Mineralwolle darf ein Abstand zum Tropfprofil von ca. 20 mm nicht unterschritten werden. Aufgrund der Kohäsion des ablaufenden Regenwassers muss die Mineralwolle, hinter der äußeren Deckschale, ca. 20 mm ausgenommen werden.

  • Am Fußpunkt wird der Einsatz eines Haltewinkels empfohlen, dadurch wird eine horizontale Abschlusskante in einer Flucht erreicht. Die Ausrichtung wird erleichtert.
  • Das Tropfprofil ist mit einer Neigung nach außen von mindestens 5° auszuführen. Die Tropfkante muss zu der darunterliegenden Wand einen Abstand von mindestens 20 mm haben. Der Abstand der Tropfkante zum fertigen Oberputz muss gemäß DIN EN 13914-1, Nr. 6.16 und zu Beschichtungen mindestens 40 mm betragen.
  • Das Schließen der Tropfprofilkopfseite ist eine Zusatzleistung.
  • Stumpfstöße sind mit einem Stoßblech zu hinterlegen.
  • Bei Sandwichkonstruktionen mit einem Dämmkern aus PUR / PIR kann über Öffnungen aufgrund des konstruktiv erforderlichen Abstandes zwischen Tropfprofil und Stahlsandwichelement von mindestens 6 mm der Dämmkern des Sandwichelementes je nach Blickwinkel sichtbar sein. Dies ist systembedingt.
  • Bei Sandwichkonstruktionen mit einem Dämmkern aus Mineralwolle kann bei Öffnungen aufgrund des konstruktiv erforderlichen Abstandes zwischen Tropfprofil und Stahlsandwichelement von mindestens 20 mm der Dämmkern des Sandwichelementes je nach Blickwinkel sichtbar sein. Dies ist systembedingt. Sollte eine Erkennbarkeit des Dämmkernes unter allen Umständen ausgeschlossen werden, ist dies konstruktiv zu berücksichtigen und gesondert zu vereinbaren. Ein zusätzliches Abdeckprofil auf der Sichtfläche zur Abdeckung der Schnittfläche bei Sandwichelementen führt zu unkontrollierter Korrosion an der Schnittkante.

Die Trapez- und Wellprofile der Außenschale dürfen nicht unmittelbar auf den Sockel oder das Tropfblech aufgesetzt werden.

  • Zur ausreichenden Luftführung und Vermeidung von Schmutzablagerungen bei wärmegedämmten, hinterlüfteten Fassaden ist zwischen Trapez- und Tropfprofil ein Abstand von mindestens 10 mm einzuhalten.
  • Das Tropfprofil ist mit einer Neigung nach außen von mindestens 5° auszuführen. Die Tropfkante muss von der darunter liegenden Wand einen Abstand von mindestens 20 mm haben. Der Abstand der Tropfkante zum fertigen Oberputz gemäß DIN EN 13914-1, Nr. 6.16 und zu Beschichtungen muss mindestens 40 mm betragen.
  • Ein zusätzliches Abdeckprofil auf der Sichtseite zur Abdeckung der Schnittkante bei Profiltafeln führt zu unkontrollierter Korrosion an der Schnittkante.
  • Das Schließen der Tropfprofilkopfseite ist eine Zusatzleistung.
  • Die in den Verlegeplänen vorgegebenen Be- und Entlüftungsquerschnitte dürfen nicht durch bauliche Maßnahmen eingeengt werden.
  • Stöße des Tropfprofils sind mit ausreichender Überdeckung auszuführen.
  • Tropfprofile können mit Stoßlaschen ausgeführt werden.

Bei Dach- und Wandkonstruktionen, die aus Metallelementen bestehen, kann es grundsätzlich bei Vorliegen entsprechender klimatischer Bedingungen – z.B. bei intensiver oder auch nur wechselnder Sonneneinstrahlung – zu einem hörbaren Knistern oder gelegentlichen Knacken kommen. Geräusche dieser Art sind für Metallbekleidungen typisch und systembedingt.

Großflächige Ausbesserungen erfordern in jedem Einzelfall eine sehr sorgfältige Abstimmung des Ausbesserungslackes und weiterer während der Ausführung der Arbeiten zu beachtender Einzelheiten. Die Korrosionsschutz- und die optischen Anforderungen sind zu beachten, gegebenenfalls sind für solche Arbeiten spezialisierte Fachfirmen heranzuziehen. Weitergehende Empfehlungen sind den IFBS-Fachinformationen zu entnehmen.

Zur Reduzierung von Baufeuchte, zur Ableitung von eventuell durch die offenen Fugen eindringendem Niederschlag, zur Trennung der Bekleidungen von der Dämmstoffschicht bzw. der Wandoberfläche und zur Ableitung von Tauwasser an der Innenseite der metallischen Bekleidung ist eine Hinterlüftung bei Außenwandbekleidungen erforderlich. Diese Anforderung wird in der Regel erfüllt, wenn die Bekleidungen mit einem Abstand von mindestens 20 mm zu der Außenwand bzw. Dämmstoffschicht angeordnet werden. Der Abstand darf z.B. durch die Unterkonstruktion oder durch Wandunebenheiten örtlich bis auf 5 mm reduziert werden.

Bei einer Spaltbelüftung soll die geringste Spaltbreite 20 mm betragen. Bei Belüftungskanälen sollen deren Einzelquerschnitte mindestens 4 cm2 und soll deren kleinstes Maß mindestens 20 mm betragen. Die Querschnittsform ist beliebig, die Breite des nicht hinterlüfteten Teiles der Außenwand bzw. der Bekleidung zwischen den benachbarten Belüftungskanälen darf 180 mm nicht übersteigen. Bei vertikal angeordneten Trapez- oder Wellprofiltafeln darf die Bekleidung streifenförmig aufliegen, wobei sicherzustellen ist, dass der freie horizontale Hinterlüftungsquerschnitt mindestens 200 cm2 / m beträgt.

Für hinterlüftete Außenwandbekleidungen sind Be- und Entlüftungsöffnungen zumindest am Gebäudefußpunkt und am Dachrand mit Querschnitten von mindestens 50 cm2 je 1 m Wandlänge vorzusehen. Im Sockelbereich müssen Öffnungen zur Hinterlüftung der Außenwandbekleidung mit einer Breite über 20 mm durch Lüftungsgitter gesichert werden. Dieser Schutz gegen Kleintiere und Nager stellt keinen Insektenschutz dar. Die Hinterlüftung an sich bietet bereits einen wirksamen Schutz gegen Insekten.

Seit mehr als fünf Jahrzehnten ist der IFBS erster Ansprechpartner in allen Fragen rund um das moderne Bauen mit Metallblech. Hersteller, Vertriebs- und Montageunternehmen sowie Fördernde Mitglieder im IFBS sichern den Qualitätsstandard im Umgang mit großformatigen Bauelementen aus oberflächenveredeltem Metallblech.

Eine vergrößerte Dichtscheibe, die der Querschnittsform der zu befestigenden Profiltafel angepasst ist.

Kassettenprofile 2-schalige Dach- und Wandaufbauten

Die baurechtliche Regelung erfolgt gemäß Abschnitt 4.1. Stahlkassettenprofile sind nach DIN EN 1090-4 als Dach- und Wandkonstruktion geregelt. Für Stahlkassettenwände mit Zwischenkonstruktion dürfen nur die Kassettenprofile verwendet werden, die für diese Anwendung geprüft wurden. Die Bedingungen für diese Konstruktionen sind in den Prüfzeugnissen der Hersteller der Profile angegeben. Alternativ sind Einzelnachweise zu führen. Im Allgemeinen werden Kassettenprofile horizontal von unten nach oben übereinander montiert. Stahlkassettenprofile in Wandkonstruktionen können mit nach oben oder unten gerichteten Obergurten montiert werden. Beim Einbau von Kassettenprofilen mit dem schmalen Gurt nach oben zeigend ist jedoch stets darauf zu achten, dass Wasseransammlungen auf den Stegen während der Bauphase vermieden werden. Bei der Montage von Stahlkassettenprofilen in versetzter Verlegung ist darauf zu achten, dass die Stege der Stahlkassettenprofile fluchten. Bei Kassettenkonstruktionen müssen die Stöße (Längs- und Querstöße) der Kassettenprofiltafeln zur Vermeidung von Tauwasser im Innern der Dach- oder Wandkonstruktionen und zur Reduzierung der Transmissionswärmeverluste durch Einbau geeigneter Stoffe gegen Konvektion (Luftdurchgang) abgedichtet werden (IFBS-Fachregeln des Metallleichtbaus, Bauphysik [BP 04]).

Kleinflächige Beschädigungen von Beschichtungen und deren Ausbesserung

Stahlleichtbauelemente werden gebrauchsfertig mit fertiger Oberfläche angeliefert und besitzen meistens Beschichtungsdicken bis 25 μm. Dabei ist zu beachten, dass die Beschädigungsempfindlichkeit bei der Beschichtungsdicke unterschiedlich ist. Selbst bei größter Sorgfalt bei Produktion, Transport, Be- / Abladen und Montage sind trotz werksseitigem Schutz kleinste Beschädigungen der Beschichtung nicht ausgeschlossen. Diese Beschädigungen (Kratzer) durchdringen im Allgemeinen nicht das gesamte Schutzsystem aus metallischem Überzug und Beschichtung. Der Stahluntergrund ist auch an diesen Schadstellen noch mit einer, wenn auch ggf. angekratzten, Zinkschicht bedeckt. Aufgetretene Kratzer können mit Hilfe eines geeigneten Ausbesserungslackes beseitigt werden. Geeignete Ausbesserungslacke sind beim Hersteller der Bauelemente zu beziehen bzw. zu erfragen. Eine Ausbesserung sollte unter Verwendung eines feinen Pinsels so kleinflächig wie möglich durchgeführt werden, damit der Umfang unvermeidlicher Farbton- und Glanzgradabweichungen so gering wie möglich gehalten wird.

Kleinflächige Schädigungen werden im Allgemeinen ausgebessert. Es wird kein Materialaustausch vorgenommen, da bei einem Austausch des Bauelementes gegen ein solches mit „identischer“ Beschichtung Farbton- und Glanzabweichungen auftreten können. Außerdem haben sich nach einer gewissen Expositionszeit unter Witterungseinfluss Glanz und Farbeindruck geändert, so dass bei einem Austausch das nachgelieferte Bauelement den einheitlichen Eindruck des Bauwerkes stärker beeinträchtigen kann als eine sorgfältig durchgeführte Ausbesserung.

Bei geringfügigen Beschädigungen der Beschichtungen von nicht wasserführenden Oberflächen kann auf eine Ausbesserung verzichtet werden. An Wandflächen sollten kleinflächige Schädigungen aufgrund der zuvor erwähnten möglichen Farbtonabweichungen möglichst nicht ausgebessert werden. Auf Dachflächen ist immer eine Ausbesserung vorzunehmen.

Sollten Kratzer den metallischen Überzug durchdrungen haben, so dass der Stahluntergrund freiliegt, gilt das zuvor Gesagte. Auch hier empfiehlt es sich auszubessern. Es ist erforderlich, durch eine zusätzliche Korrosionsschutzgrundierung den vollen Korrosionsschutz wiederherzustellen. Weitergehende Empfehlungen sind den IFBS-Fachinformationen zu entnehmen.

Der Korrosionsschutz von Profiltafeln muss im Einzelfall immer der vorgesehenen Nutzung und Nutzungsdauer des jeweiligen Objektes angepasst werden. Hierbei sind auch Fragen der architektonischen Gestaltung, der Ästhetik sowie der Farbgestaltung zu berücksichtigen. In jedem Fall besteht die Forderung nach einer optimalen, d.h. zeitlich vernünftigen und wirtschaftlichen Problemlösung hinsichtlich der Schutzdauer.

Die Eignung eines bestimmten Korrosionsschutzsystems kann erst durch die Kenntnis der geplanten Nutzung und Nutzungsdauer, der jeweiligen Einsatzbedingungen sowie der konstruktiven Ausführungen beurteilt werden.

Von wesentlichem Einfluss auf den Korrosionsverlauf sind:

- Art des Korrosionsschutzsystems
- Herstellung und Verarbeitung
- mechanische Beschädigungen - konstruktive Ausbildung
- Einwirkungsbedingungen
- Einwirkungszeit
- Temperatur
- Schadstoffbelastung der Atmosphäre
(Schwefel, Chloride etc.) - UV-Einstrahlung
- Kondensat
- Wartung und Inspektion

Veränderungen im Verlauf der Nutzungsdauer wie z.B. - eine Zunahme der standortbedingten Korrosionsbelastung und eine Zunahme der unmittelbaren Korrosionsbelastung des Objektes, z.B. aus einer Nutzungsänderung, sind im Allgemeinen nicht vorhersehbar und können zu einer wesentlichen Einschränkung der Nutzungsdauer führen. Der Korrosionsschutz muss sich an den technischen Erfordernissen orientieren – wie z.B. in

- DIN 55634,
- DIN EN 1090-4,
- DIN EN 10169 und
- DIN EN 10346,
- DIN EN ISO 12944-1, -2, - DIN EN 1993-1-3.

definiert – und weniger an den augenblicklichen, fallweisen wirtschaftlichen Aufwendungen. Erfahrungsgemäß sind zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführte Korrosionsschutzmaßnahmen erheblich aufwändiger, abgesehen von den damit unter Umständen verbundenen Störungen des betrieblichen Ablaufes. Zur Erhaltung der Bauwerkssicherheit sind Stahlkonstruktionen grundsätzlich, entsprechend der vorgesehenen Nutzungsdauer, vor Korrosion zu schützen.

Der Körperschall ist ein sich in festen Stoffen ausbreitender Schall, der bei Metallleichtbaukonstruktionen im Allgemeinen von untergeordneter Bedeutung ist. Die Landesbauordnungen und DIN 4109, Schallschutz im Hochbau, enthalten keine diesbezüglichen Bestimmungen für Dächer. Die in dieser Richtlinie behandelten Metallleichtbaukonstruktionen in zweischaliger Ausbildung wirken der Ausbreitung von Körperschall entgegen.

Die Beurteilung dieses Vorganges erfolgt über das bewertete Schalldämm-Maß Rw, gemessen in dB.

Eine zweischalige Metallleichtbaukonstruktion erreicht im Vergleich zu einschaligen Dach- und Wandsystemen gleicher Masse deutlich höhere R‘w-Werte.

Bei der Dachdeckung mit Stahltrapezprofilen liegt die Längsstoßüberdeckung oben und sollte wenn möglich der Hauptwetterrichtung abgekehrt ausgeführt werden. Die untenliegenden Längsstoßüberlappungen werden üblicherweise mit Blindnieten oder Bohrschrauben im Abstand von max. 666 mm verbunden, im Schubfeldbereich gemäß der jeweiligen statischen Berechnung bis zu nur 50 mm.

 

Entsprechend der Verlegerichtung ist das erste Element einzumessen und in Einbauposition zu bringen. Anschließend ist das nächste Element mit der schaumfreien Längsüberdeckung auf die Randrippe des zuvor verlegten Elementes aufzusetzen und der Längsstoß zu schließen. Hierbei ist besonders der vom Hersteller bzw. der in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung vorgegebene Fugenabstand einzuhalten, damit eine ausreichende Pressung der Dichtbänder sichergestellt wird. Dabei ist auf eine gleichmäßige Fugenbreite zu achten (Kontrollmaß: Fugenbreite oben, unten und über / unter den Zwischenauflagern).

Darüber hinaus ist auf die vorgegebene Baubreite zu achten, die nach mehreren verlegten Elementen durch eine Kontrollmessung überprüft werden muss. Um eine ausreichende Pressung der Dichtbänder sicherzustellen, haben sich Sandwichelemente-Andrückgeräte bewährt.

Zur Verbindung der Dachsandwichelemente an den Längsstößen gibt es bei den bauaufsichtlichen Zulassungen der Hersteller unterschiedliche Regelungen, so dass diese Aussagen aus den jeweiligen bauaufsichtlichen Zulassungen bzw. Montageanleitungen der Hersteller zu entnehmen sind.

Ein Abstand der Verbindungen untereinander von ca. 500 mm hat sich bewährt, um den Anpressdruck der Dichtbänder in den Längsüberdeckungen zu gewährleisten. Schutzfolien im Fugenüberdeckungsbereich sind rechtzeitig zu lösen.

Auf eine exakt ausgerichtete Unterkonstruktion ist zu achten, da sonst ein Zusammenschieben der Elemente behindert wird.

Bei der Montage von Sandwichelementen ist besonders der vom Hersteller bzw. in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung vorgegebene Fugenabstand einzuhalten, damit eine ausreichende Pressung der Dichtbänder sichergestellt wird. Dabei ist auf eine gleichmäßige Fugenbreite zu achten (Kontrollmaß: Fugenbreite oben, unten und über / unter den Zwischenauflagern).

Darüber hinaus ist auf die vorgegebene Baubreite zu achten, die nach mehreren verlegten Elementen durch Kontrollmessungen überprüft werden muss. Um eine ausreichende Pressung der Dichtbänder sicherzustellen, haben sich Sandwichelemente- Andrückgeräte bewährt. Schutzfolien sind im Fugenüberdeckungsbereich rechtzeitig zu lösen. Werden die Verbindungselemente zu fest angezogen, kommt es zur Verformung der Nut. Das Zusammenfügen wird erschwert.

Profiltafeln müssen in den Längsstößen innerhalb der Verlegefläche im Abstand von maximal 666 mm durch nichtrostende Verbindungselemente verbunden werden.

Die freien Längsränder der Profiltafeln sind durch Randprofile auszusteifen. Längsstoßüberdeckungen bei Außenschalen aus Trapez- und Wellprofilen werden ohne Dichtbänder ausgeführt.

Die Ausbildung des Längsstoßes ist von der Form der Profiltafeln abhängig. Bei Trapezprofilen in Dächern mit oberseitiger Dachabdichtung und in Geschossdecken liegt die Längsstoßüberdeckung im Allgemeinen unten. Ein gewisser Ausgleich quer zu den Trapezprofilen ist möglich. An den Längsstoßüberdeckungen sind nur zugelassene Schrauben oder Niete zu verwenden. Längsstoßverbindungen bei Trapezprofiltragschalen müssen mit einem Abstand ≤ 666 mm ausgeführt werden.

Werden die Profiltafeln als wasserführende Schale von Dächern eingesetzt, so sind dichtende, nichtrostende Verbindungselemente mit eine Dichtscheibe ≥ 14 mm zu verwenden. Der Abstand der Verbindungen in den Längsstößen darf 500 mm nicht überschreiten.

Bei Längsstoßverbindungen mit Schrauben, mit oder ohne Dichtscheibe, haben sich Schrauben mit Hinterschnitt bewährt. Fehlbohrungen sind fachgerecht zu schließen.

Die Längsstoßüberdeckung bei wasserführenden Dach-Trapezprofilen ist wegen dergeforderten Regensicherheit dicht anliegend auszuführen und liegt oben. Bei Dachneigungen < 7° ist aufgrund der geforderten Schlagregendichtheit eine durchlaufende Dichtung ), die der Beanspruchungsgruppe BG 2 gemäß DIN 18542 genügt, vorzusehen.

Bei mehrschaligen wärmegedämmten Dachkonstruktionen sind die Oberschalen aus Profiltafeln regendicht auszuführen.

Bauelemente können bereits von Haus aus mangelhaft sein oder beim Transport, während der Lagerung, während der Montage oder durch Nachgewerke beschä- digt werden.

Bauelemente sind entsprechend ihrer Entstehungs- und Verarbeitungskette von der Fertigung über den Transport bis zur Montage stichprobenweise auf Abweichungen zu überprüfen. Aus Gründen der Beweissicherung sollten Beanstandungen, Bedenken, Mängelanzeigen sowie Abnahme und Fertigstellungsmeldung immer schriftlich und unmittelbar erfolgen.

Da die Pakete der Einzelelemente erst unmittelbar vor der Montage geöffnet werden, kann eine Überprüfung dieser Einzelelemente erst zu diesem Zeitpunkt erfolgen. Bei einer längerfristigen Lagerung sind die Bauelemente in jedem Fall stichprobenmäßig zu überprüfen, vgl. §377 HGB.

Profiltafeln, die als Wandbekleidung nur Flächenlasten aus Eis und Wind als äußere Wetterhaut aufnehmen, müssen gemäß DIN EN 1090-4 eine Mindestnennblechdicke von tN ≥ 0,50 mm haben.

Werden Wandbekleidungen planmäßig andere, beispielsweise punktuell, linear oder flächig wirkende Dauerlasten, z.B. zur Aussteifung von Stahlkassettenprofi- len, zugewiesen, wird die Wandbekleidung gemäß DIN EN 1090-4 zur „Tragschale“ (Konstruktionsklasse I oder II). In diesem Fall beträgt die Mindestnennblechdicke tN ≥ 0,75 mm.

Profiltafeln, die als Dachdeckung nur Flächenlasten aus Schnee, Regen und Wind aufnehmen, müssen gemäß DIN EN 1090-4 eine Mindestnennblechdicke von tN ≥ 0,50 mm haben.

Werden diesen Profiltafeln planmäßig andere, beispielsweise punktuell, linear oder flächig wirkende Dauerlasten, z. B. als Auf- oder Abhängelasten, zugewiesen, so wird die Profilschale gemäß DIN EN 1090-4 zur „Tragschale“ (Konstruktionsklasse I oder II). In diesem Fall beträgt die Mindestnennblechdicke tN ≥ 0,75 mm.

Falls nicht in Normen, Zulassungen oder Herstellervorschriften  größere  Dachneigungen vorgeschrieben sind, sollten unter Berücksichtigung unvermeidlicher Ausführungstoleranzen in  Unterkonstruktionen  und  Dachschalen  folgende Mindestdachneigungen nicht unterschritten werden: a) 3° (5,2 %) für Ausführungen ohne Querstöße und  Öffnungen b) 5° (8,8 %) für Ausführungen mit Querstößen und/oder Öffnungen.

Metall-Sandwichelemente sind tragende und / oder raumabschließende wärmedämmende Bauelemente. Sie werden in kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Verfahren hergestellt und bestehen aus einem Stützkern aus FCKW-freiem Polyurethan-Hartschaum (PUR), Polyisocyanurat-Hartschaum (PIR) oder Mineralwolle (MiWo) zwischen ebenen, linierten, mikrolinierten, gesickten oder profilierten Deckschalen aus Metall. In Abhängigkeit von den jeweiligen Einsatzbedingungen am Bauwerk sind die Deckschalen mit einer zusätzlichen Kunststoffbeschichtung versehen, deren Art und Dicke durch die Anforderung des Korrosionsschutzes bestimmt werden. Für besondere Anwendungen sind auch Kombinationen von Deckschalen aus Stahl, Aluminium oder nichtrostendem Stahl möglich.

Die Verwendung von Metall-Sandwichelementen ist vor allem durch die Ausführung der Längsfuge der Elemente definiert als:

  • Dach und Dachdeckungselemente
  • Außenwände und Wandbekleidungen
  • Trennwände und Unterdecken

Fugen von Sandwichelementen müssen grundsätzlich luftdicht ausgeführt werden. Sandwichelemente mit PUR- / PIR-Kern und solche mit MiWo-Kern besitzen aufgrund ihrer Dämmkernstruktur einen unterschiedlichen Widerstand gegen eindringende Feuchte. PUR / PIR ist ein Schaumkunststoff mit hohem Wasserdampfdiffusionswiderstand, wohingegen Mineralwolle aufgrund ihrer Faserstruktur einmal eingedrungene Feuchte weiterleiten und speichern kann. Bei MiWo-Sandwichelementen ist aus diesem Grund eine erhöhte Sorgfalt bei der Verarbeitung, insbesondere bei der Herstellung luftdichter Fugen und Anschlüsse, erforderlich.

Die IFBS Fachregel enthält daher zum Teil verschiedene konstruktive Lösungen für die Ausführung von Anschlussdetails, die diese besondere Eigenschaft von MiWo-Sandwichelementen berücksichtigen. Die vertikale Montage von Wand-MiWo-Sandwichelementen ist der horizontalen Montage vorzuziehen, da hierbei eine weitaus geringere Möglichkeit der Feuchteansammlung besteht. Bei Dach- und Wandbekleidungen aus Sandwichelementen mit einem Dämmkern aus Mineralwolle muss ein möglicher Feuchteeintrag in den Dämmkern (sd < 1) durch geeignete Schutzmaßnahmen bei der Lieferungs-, Lagerungs-, Konstruktions- und Monta- geplanung berücksichtigt und weitgehend verhindert werden, z.B. durch folgende Maßnahmen:

  • Zweckgerechter Schutz vor Regenwasser und Schnee beim Transport und bei Lagerung im Freien
  • Offene Dämmkernflächen müssen bei längeren Montageunterbrechungen, z.B. vor Wochenenden und Feiertagen, vor Regenwasser und Schnee durch Abdeckung mit Kantprofilen oder Schutzbahnen geschützt werden, z.B. im Attikabereich, Brüstung, eventuell Ecken und Lisenen, z. B. freibewitterte horizontale Flächen.
  • Ablaufendes Regen- und Tauwasser über dem Dämmkern aus Mineralwolle ist zu vermeiden, z.B. durch Freischnitt im Trauf und im Sockelbereich oder über einer Wandöffnung.
  • Ausreichender Abstand der Tropfprofile zum Querrand (ca. 20 mm) bei MiWo-Sandwichelementen am Sockel und über den Wandöffnungen
  • Wenn möglich, sollte auf das Tropfprofil, im Besonderen im Sockelbereich, verzichtet werden.

Bei der Ermittlung zulässiger Stützweiten sind alle Lastfälle wie Eigenlast, Schnee, Winddruck, Windsog, Zwängungskräfte aus Temperaturdifferenzen zwischen äußeren und inneren Deckschalen sowie das Langzeitverhalten des Stützkerns und die Durchbiegungsbeschränkung zu beachten.

 

Niete werden im Allgemeinen zur Verbindung von Profiltafeln untereinander oder mit Randversteifungsblechen oder sonstigen Kaltprofilen verwendet. Da die Tragfähigkeit der Nietverbindungen vom Bohrlochdurchmesser abhängt, sind die in den Verwendbarkeitsnachweisen angegebenen Werte einzuhalten. Bei der Auswahl der Blindniete ist unter Berücksichtigung der Einsatzerfordernisse auf den Werkstoff für Niethülse und Dorn und die entsprechenden Durchmesser und Klemmlängen zu achten. Es sollten die vom Hersteller empfohlenen Werkzeuge zur Verarbeitung verwendet werden, insbesondere die auf den jeweiligen Nietdurchmesser abgestimmten Mundstücke.

Grundsätzlich ist ein gesamtplanerisches Entwässerungskonzept zu erstellen. Bei innenliegenden Dachentwässerungen sind grundsätzlich Notüberläufe / Notabläufe nach den Fachnormen vorzusehen (siehe „Hinweise zur Bemessung von Entwässerungen“ des ZVDH bzw. ZVSHK).

Insbesondere bei innenliegenden Rinnen sind nach dem „Dreischichtmodell“ die Notüberläufe / Notabläufe zu bemessen. Dabei ist die Regenspende R5,5 nach DIN 1986-100 zu berücksichtigen.

Profilfüller sind der Profilform folgende Formstücke. Sie sind als Streifen oder Einzelstücke erhältlich und werden im Allgemeinen aus geschlossenzelligem Polyethylen-Schaumstoff hergestellt. Sie dienen zur Abschottung der Profilhohlräume der Stahltrapezprofile. Profilfüller sollten durch ein Zahnleistenprofil gegen UV-Strahlung und Vogelfraß abgedeckt wer- den oder aus entsprechend widerstandsfähigem Material bestehen.

Die Querstoßüberlappung sollte nicht mehr als 150 mm betragen. Bei Blechdicken ab etwa 1,25 mm Dicke werden die Profile stumpf gestoßen. Als Mindestbefestigung muss am Gebäuderand und am Profilende und beim Querstoß in jeder Rippe und beim Zwischenauflager in jeder 2. Rippe das Stahltrapezprofil mit der Unterkonstruktion verbunden werden.

Die konstruktive Überdeckung bei Tragschalen aus Trapezprofilen mit oberseitiger Dachabdichtung ist mit einer Länge von 50 bis 150 mm auszuführen (siehe DIN EN 1090-4.

Trapezprofile mit Blechdicken tN > 1,0 mm werden stumpf gestoßen . Wird es erforderlich, Trapezprofile mit einer Blechdicke tN > 1,0 aufgrund von z. B. fehlenden zweiten Befestigungsschienen am Auflager zu überdecken, so müssen die Bedingungen für Doppellagen eingehalten werden.

Werden Profiltafeln als Dachdeckung (wasserführende Schale) verwendet, beträgt die Regeldachneigung 7°. Diese kann jedoch gemäß einer entsprechenden Tabelle bis auf 5° unterschritten werden, wenn zusätzliche dichtende Maßnahmen gemäß den vom IFBS veröffentlichten Details angewendet werden. Die Mindestdachneigung von 3° soll bei Dachdeckungen mit Profiltafeln nicht unterschritten werden.

Die Querstoßüberdeckung ist immer in Abhängigkeit von der Dachneigung nach  zu wählen. Eine Mindestüberdeckungslänge von 200 mm bei Querstößen in wasserführenden Dachschalen hat sich bewährt. Bei wasserführenden Dachschalen mit Profiltafeln aus Stahl sind aus Korrosionsschutzgründen in den Querstoßüberdeckungen immer zusätzliche Dichtungsmaßnahmen, z.B. geeignete Dichtbänder, vorzusehen.

Bei Wandaußenschalen soll die Querstoßüberdeckung mindestens 100 mm betragen.

 

Zur Herstellung einer fachgerechten Querstoßüberdeckung ist es notwendig, dass die Sandwichelemente im Lieferwerk mit einem dämmstofffreien Bereich hergestellt werden. Hierbei ist es notwendig, dass dem Hersteller die Verlegerichtung und die Länge der schaumfreien Zone an firstseitigen Elementen vorgegeben werden.

Am Querstoß ist eine Auflagerbreite von mindestens 90 mm (40 + 10 + 40) erforderlich, sofern der statische Nachweis nichts anderes ergibt. Entsprechend der Verlegerichtung wird zuerst das traufseitige Sandwichelement eingemessen und in Einbauposition gebracht. Anschließend wird das firstseitige Element mit der dämmstofffreien Zone als Überdeckung angeschlossen. Danach wird die nächste Reihe von der Traufe bis zum First verlegt.

An den Fugenkreuzungspunkten der Sandwichelemente ist es eventuell notwendig, die Längsrandaufkantung an dem traufseitigen Sandwichelement im Überdeckungsbereich auszuklinken.

Die Ausbildung des Querstoßes als Festpunkt ist in der Regel vorteilhaft, um die temperaturbedingten Zwängungen am Querstoß zu minimieren. Die Querstoßüberdeckung ist immer in Abhängigkeit von der Dachneigung  zu wählen. Darüber hinaus sind die Vorgaben der Sandwichelemente-Hersteller für eine Querstoßausbildung in Bezug auf die Besonderheiten der Fugenausbildung zu beachten. Schutzfolien im Stoßbereich sind rechtzeitig zu lösen.

Für die konstruktive Ausbildung von Längsrändern der Verlegeflächen aus Profiltafeln (Randversteifungen) gelten die in DIN EN 1090-4, aufgeführten Anforderungen. Sofern die freien Längsränder von Profiltafeln nicht auf vorhandenen massiven Bauwerksteilen oder an daran durchgehend angebrachten Auflagerprofilen befestigt werden, werden sie  im Allgemeinen versteift durch: Randträger, an denen die Profiltafeln befestigt sind, oder angenietete bzw. an- geschraubte Randversteifungsprofile mit einer Dicke von tN = 1,0 mm. Diese bilden in Verbindung mit dem Trapezprofil mindestens einen kastenförmigen Hohlquerschnitt.

Querstöße bei Randversteifungsprofilen dürfen als Stumpfstoß oder Überdeckungsstoß ausgeführt werden.

Die zu verwendenden Verbindungselemente, Schrauben oder Niete müssen geltenden Normen oder den Verwendbarkeitsnachweisen entsprechen. Der Korrosionsschutz muss mindestens den Anforderungen an die Stahltrapezprofile entsprechen.

Montageverunreinigungen sind zu beseitigen. Wasser oder mild alkalische Reinigungsmittel haben sich bewährt. Bei alkalischer Reinigung ist ein Nachspülen mit klarem Wasser erforderlich.

Um bei der Montage den zusätzlichen Aufwand für die Reinigung möglichst gering zu halten, sollte bereits bei der Montage Folgendes beachtet werden:

  • Es sollten Verunreinigungen und Verletzungen der Beschichtung besonders beim Trennen (Abheben vom Stapel) beschichteter Bauelemente vermieden werden.
  • Eventuell vorhandene Schutzfolien sollten während der Montage auf den Bauelementen belassen werden. Die Folie ist jedoch unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten restlos zu entfernen, spätestens innerhalb von vier Wochen nach Anlieferung.
  • Bohrspäne müssen umgehend entfernt werden. Es wird dadurch eine Rostverschmutzung unter Feuchteeinwirkung vermieden.
  • Verschmutzungen sollten möglichst vor dem Antrocknen entfernt werden.
  • Zur problemlosen Beseitigung vieler Verschmutzungen, vor allem im frischen Zustand, genügt bereits leichtes Abwischen mit einem feuchten Tuch. Angetrocknete bzw. hartnäckige Verunreinigungen sollten je nach Art der Beschichtung mit von den Herstellern empfohlenen Mitteln entfernt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Reinigung möglichst ohne Druck vorzunehmen ist, um bleibende Veränderungen der Oberfläche wie Glanzverlust oder Druckstellen zu vermeiden. Abschließend ist gründlich mit klarem Wasser nachzuspülen.

Auf keinen Fall sind folgende Mittel zu verwenden:

  • salmiak- bzw. scheuersandhaltige Mittel
  • Nitroverdünnungen
  • chlorhaltige bzw. aromatische Lösungsmittel

Die Gesamtreinigung von Dach- und Wandflächen, die infolge von Umwelteinflüssen oder durch Dritte verunreinigt worden sind, gehört nicht zum Leistungsumfang des Auftragnehmers. Bauseitig gewünschte weitergehende Reinigungsarbeiten im Innen- und Außenbereich sind als zusätzliche Leistung zu vergüten.

Sandwichelemente sind Dach- und Wandbauteile, die aus einem dämmenden Stützkern zwischen Deckschalen aus Metall bestehen. Die aus ebenem Metallblech durch Kaltumformung hergestellten Deckschalen, die eben oder mit in Tragrichtung parallelen Rippen oder Aussteifungssicken hergestellt werden, sind schubfest mit dem Stützkern aus Hartschaum oder Mineralwolle dauerhaft durch Verklebung verbunden.

Für besonders schutzbedürftige Räume (z.B. Wohn- und Schlafräume, Unterrichts- und Büroräume) sind in DIN 4109 Werte für den zulässigen Schalldruckpegel angegeben. In den Fällen, in denen die störenden Ge- räuschübertragungen durch Luftschallanregungen erfolgen, kann der Lärmpegel durch schallabsorbierende Maßnahmen (z.B. durch Einbau von schallschluckenden Materialien an den Innenseiten der Wände, Decken bzw. Dächer) in diesem Raum gesenkt werden.

Mit Metallleichtbaukonstruktionen erreicht man durch eine geeignete Lochung der Unterschale / Innenschale und das Einlegen von Schallschluckmaterial eine Verminderung des Lärmpegels. Durch diese Maßnahme wird die Luftschalldämmung jedoch vermindert. Der geänderte Wert der Lärmpegelminderung muss durch einen Schallschutzfachmann ermittelt werden.

Ein Maß für die Minderung ist der Schallabsorptionsgrad α.

α = (nicht reflektierte Schallenergie)
(auftreffende Schallenergie)

Für diesen geometrischen Absorptionsgrad gilt:
bei vollständiger Absorption ist α = 1
bei vollständiger Reflexion ist α = 0

In Prüfzeugnissen wird ein aus Hallraum-Versuchen ermittelter statischer Absorptionsgrad αs angegeben; dieser kann durch das Verfahren bedingt auch Werte annehmen, die größer als 1 sind. In der Praxis kann jedoch durch zusätzliche Absorptionsflächen kaum eine Lärmpegelminderung von mehr als 3 dB erreicht werden.

Dieses Thema ist in zwei grundsätzliche Bereiche unterteilt:

- Primärmaßnahmen:
… sollen die Schallentstehung so weit wie möglich verhindern.
- Sekundärmaßnahmen:
… sollen die Übertragung eines Schalls von der Quelle zum Hörer vermindern. Wenn Hörer und Schallquelle sich nicht im gleichen Raum befinden, handelt es sich je nach Schallanregung um Maßnahmen zur
- Luftschalldämmung oder
- Körperschalldämmung.

Befinden sich Hörer und Schallquelle im gleichen Raum, so handelt es sich um Maßnahmen zur
- Schallabsorption.

Durch sorgfältige Planung sollen Schnitte an der Profiltafel auf der Baustelle auf ein Minimum begrenzt sein. Für das handwerklich fachgerechte Schneiden sind Handblechscheren, Knabber (Nibbler), Elektroblechscheren, spezielle Stichsägen, Handkreissägen, spezielle Kettensägen bzw. oszillierende Multischneider geeignet, die ohne Funkenflug und ohne unzulässige Hitzeentwicklung trennen. Die zu verwendenden Sägeblätter müssen für den Einsatz geeignet sein. Zur Vermeidung optischer Beeinträchtigungen sind Metallspäne, hervorgerufen durch Knabbern oder Sägen, auf sichtbaren Oberflächen zu entfernen. Schnittflächen (Quer- und Längsränder) von oberflächenveredeltem Stahlblech müssen stets ausreichend luftumspült sein, um die kathodische Schutzwirkung nicht zu beeinträchtigen. Bei Blechdicken bis 1,5 mm ist gemäß DIN 55634-1 an Schnittflächen kein zusätzlicher Schutz erforderlich. Eine Nachbehandlung der Schnittflächen ist aufgrund der kathodischen Schutzwirkung im Allgemeinen nicht erforderlich.

Wenn aus technischen Gründen Trennschleifmaschinen sowie Plasmaschneidgeräte o.Ä. eingesetzt werden, ist zu beachten, dass beschichtete Oberflächen gegen Funkenflug zu schützen sind. An korrosionsgefährdeten Stellen (z.B. Außenbereiche) ist eine Nachbehandlung der Schnittflächen erforderlich.

Schrauben dienen der Befestigung und Verbindung von Profiltafeln. Für alle Schraubenverbindungen gilt, dass nur bei Einhaltung der im Zulassungsbescheid für Verbindungselemente angegebenen Einbauvorschriften mit den dort aufgeführten charakteristischen Werten gerechnet werden darf. Außer bei Bohrschrauben ist die Tragfähigkeit der Schraubenverbindungen entscheidend abhängig vom Durchmesser des vorgebohrten Loches, unter Berücksichtigung der Werkstoffe und der Bauteildicken der zu verschraubenden Teile.

Im Allgemeinen werden im Metallleichtbau Schrauben mit einer Dichtscheibe mit einem Durchmesser von 16 mm verwendet. Aus Gründen der Standsicherheit, Gebrauchstauglichkeit oder aus geometrischen Zwängen bzw. ästhetischen Gründen können andere Dichtscheibendurchmesser erforderlich werden.

  • Zum Einschrauben der gewindefurchenden Schrauben werden dafür vorgesehene Schrauber mit niedriger Drehzahl empfohlen.
  • Zum Einbringen von Bohrschrauben verwendet man Elektroschrauber mit höherer Drehzahl. Die Empfehlungen der Schraubenhersteller sind zu beachten.
  • Schrauben mit vorkonfektionierter Dichtscheibe sind tiefenanschlagorientiert einzuschrauben. Durch den korrekt eingestellten Tiefenanschlag an den Schraubern wird eine unzulässige Verformung der Dichtscheibe verhindert.
  • Die Bohrlochdurchmesser müssen der Zulassung entsprechen.
  • Bei der Befestigung von Sandwichelementen und bei der Befestigung auf den Obergurten von Trapezprofilen müssen größere sichtbare Verformungen der Bauteile durch zu fest angezogene Schrauben vermieden werden.
  • Die Dichtscheiben von Schrauben dürfen durch den Einschraubvorgang nicht unzulässig deformiert werden. Die Schraube ist nur so weit anzuziehen, dass die Dichtscheibe gemäß den Herstellerangaben komprimiert ist .
  • Bei Befestigungen in Holzkonstruktionen sind neben der Zulassung bezüglich Einschraubtiefe, Vorbohrung und Randabständen die Bestimmungen von DIN EN 1995-1-1 (Eurocode 5) zu beachten. Bohrschrauben gelten als vorgebohrt.

Schutzfolien sind sofort nach der Montage zu entfernen. Bei Profiltafeln sind die Schutzfolien in Überdeckungsbereichen im Längs- und Querstoß vor Montagebeginn abzuziehen.

Bei Montage von Profiltafeln mit Saugtraversen müssen vorhandene Schutzfolien grundsätzlich vor dem Einsatz des Saugers entfernt werden.

Kleberüberträge bzw. Folienrückstände auf Oberflächen von Profiltafeln können z. B. entstehen, wenn die Schutzfolien unter Witterungseinflüssen (insbesondere UV-Strahlung) zu lange auf den Profiltafeln verbleiben. Generell sollen die Schutzfolien daher sofort nach der Montage komplett entfernt werden. Bei Kälte kann es jedoch vorkommen, dass der Klebefilm partiell auf der Lackoberfläche haften bleibt und nur der Folienrücken abgezogen wird. In diesen Fällen ist es ratsam, mit dem Entfernen der Folie zu warten, bis die Elementoberfläche Temperaturen von mehr als 5 °C erreicht hat.

Setzbolzen werden bei der Befestigung von Stahlprofiltafeln auf Stahlunterkonstruktionen ab 6 mm Dicke verwendet. Zum Eintreiben der Setzbolzen sind jeweils die speziellen vom Hersteller vorgeschriebenen, in den Zulassungsbescheiden aufgeführten Bolzensetzwerkzeuge zu verwenden. Für die verschiedenen Gesamtblechdicken sowie Festigkeiten und Dicken der Unterkonstruktion werden farblich gekennzeichnete Kartuschen mit unterschiedlichen Treibladungen angeboten. Die geeignete Kartusche muss durch das Setzen von Probebefestigungen ermittelt werden.

Die Anwendungsrichtlinien der Verwendbarkeitsnachweise (Kartuschenwahl, Anwendungsgrenzen, Nagelüberstand) sind zu beachten. Der ordnungsgemäße Sitz des Setzbolzens ist durch Nagelvorstandkontrolle (NVS) zu überprüfen (Bild 10.2). Bei dem Setzen von Setzbolzen verdrängt der durchdringende Setzbolzen das Untergrundmaterial seitlich und erzeugt eine Deformationszone von ca. 10 mm Durchmesser. Die Bauelementbeschichtung wird in diesem Bereich der gleichen Verformung unterworfen.

Das Auftreten von Abplatzungen der Beschichtung im Bereich der austretenden Setzbolzenspitze hängt entscheidend von der Dicke und Haftung am Stahluntergrund ab. Gut haftende bzw. dünne Kunststoffüberzüge reißen in der Regel lediglich ein. Dickere Beschichtungen neigen zu Abplatzungen rund um den Setzbolzen. Die Größe der Abplatzung wird durch die Art der Beschichtung und ihre Haftung am Untergrund bestimmt. Beim Eintreiben verdrängt der Setzbolzen den Grundwerkstoff der Unterkonstruktion zur Seite und erzeugt eine Verformungszone von etwa 10 mm Durchmesser. Die Beschichtung auf der Profiltafel wird in diesem Bereich gleichermaßen verformt.

Ob es zu Abplatzungen in der Beschichtung im Bereich der austretenden Setzbolzenspitze kommt, hängt deutlich von der Schichtdicke und der Haftung am Stahlsubstrat ab. Üblicherweise reißen stark haftende oder dünne Kunststoffbeschichtungen einfach. Dickere Beschichtungen neigen zu Abplatzungen in der Nähe des Setzbolzens. Das Ausmaß der Abplatzungen hängt von der Art der Beschichtung und deren Haftung auf dem Untergrund ab. Eine Beschädigung der Beschichtung auf der Rückseite durch eindringende Setzbolzen ist grundsätzlich nicht zu vermeiden. Gegebenenfalls auf der Rückseite des Grundwerkstoffs herausragende Nagelspitzen dürfen nicht abgetrennt werden.

Bei diesem Punkt handelt es sich um den Stand der Technik. Es liegt keine Unregelmäßigkeit vor.

Metallleichtbaukonstruktionen im Sinne dieser Fachregeln unterliegen dem Bauordnungsrecht. Das bedeutet, dass in jedem Einzelfall, für jede Dach-, Wand- und Deckenkonstruktion, die Nachweise der Standsicherheit und der Gebrauchstauglichkeit zu führen sind, einschließlich der Nachweise ihrer Verbindungen und Befestigungen, ggf. Verankerungen. Die dazu notwendigen Werte der Einwirkungen (meist Wind- und Schneelasten gemäß der geografischen Situation, Lasten aus Ausbau und Nutzung) und der Widerstände (aufnehmbare Schnittgrößen der Tragfähigkeit und Querschnittswerte in Abhängigkeit von Werkstoff und Geometrie) sowie die anzuwendenden ingenieur- wissenschaftlichen Nachweismethoden sind den einschlägigen Normen und Regelwerken zu entnehmen (z.B. EN 1990, EN 1993, EN 1999, allgemeine bauauf- sichtliche Zulassungen oder Europäische Technische Bewertung).

Es ist in jedem Einzelfall ein ausreichender Schutz gegen Tauwasser nachzuweisen, wobei Dampfdiffusion und Luftkonvektion zu berücksichtigen sind. Dabei ist zu beachten, dass der Wärmetransport durch Luftströmung (Konvektion) die weitaus größere Gefahr darstellt und dies durch konstruktive Maßnahmen (funktionierende Abdichtungen, eine sorgfältig eingebaute und angeschlossene Konvektionssperre, z.B. durch dafür geeignete Dampfsperren, Dichtbänder) unterbunden werden muss.

Die Anlieferung der Bauteile erfolgt in palettierten Paketen, die mit Rücksicht auf die Baustellenhebezeuge in der Regel nicht schwerer als 30 kN (3 t) sein sollten. Bei gestapelten Paketen müssen die Paletten übereinanderliegen, um Beschädigungen der Bauteile zu vermeiden. In Paketen mit unterschiedlichen Längen von Profiltafeln liegen die kürzeren Profiltafeln immer oben. Bei Ankunft der Ladung ist diese umgehend auf Vollzähligkeit der Packstücke und sichtbare Schäden sowie die Übereinstimmung mit den Angaben der Etiketten / Paketanhänger zu überprüfen.

Trapezprofile sind durch Kaltprofilieren (Rollformen) aus Bändern oder Blechen der verschiedenen Werkstoffe hergestellte Profiltafeln, die in Längsrichtung parallel verlaufende, trapezförmige Rippen besitzen. Die verwendeten Blechdicken liegen je nach Anwendung und Werkstoff zwischen 0,5 und 1,5 mm. sind tragende raumabschließende Bauelemente, die in Dach-, Wand- und Deckenkonstruktionen ihre Verwendung finden. Trapezprofile aus Stahl sind Bauprodukte nach DIN EN 1090-4 [28]“

Wärmedurchgangskoeffizient. Durch den U-Wert wird die Wärmedämmeigenschaft eines Bauteils verdeutlicht. Dabei gilt: Je kleiner der U-Wert, desto besser die Wärmedämmeigenschaft, weil weniger Wärme durch das Bauteil geleitet wird

Die Toleranzen für die geometrischen Größen, wie z.B. Baubreite, Profilhöhe, Tafellänge, Neigungswinkel der Stege, Rechtwinkligkeit und Säbligkeit der Tafeln, beziehen sich auf die Fertigung und sind den jeweiligen Produktnormen bzw. den IFBS-Fachregeln zu den Grundlagen im Metallleichtbau (GL03) zu entnehmen. Am ausgeführten Bauwerk dürfen diese Werte nicht verändert worden sein, weil wesentliche Eigenschaften der Tragsicherheit darauf beruhen. Einige Abmessungen, wie z.B. Gurtbreiten oder Sickentiefen, sind durch Transport und Verarbeitung nicht mehr veränderbar, andere sehr wohl.

Werden höhere Ansprüche an die Bauausführung gestellt, können die normativen Toleranzmaße zu groß sein, z. B. bei horizontaler Verlegung von Trapez- oder Wellprofilen als Wandbekleidung und gleichzeitig deutlich sichtbaren Lisenen oder Schattenfugen.

Verlegepläne werden sowohl zur bautechnischen Prüfung (Bauakte) als auch für die Bauausführung (Montage) und die darauf folgende Bauabnahme benötigt. Zusammen mit den nachfolgend aufgeführten Unterlagen müssen die Ausführungszeichnungen auf der Baustelle vorliegen.

Als Ergebnis der vorgenannten Nachweise der Standsicherheit und der Gebrauchstauglichkeit sind Ausführungszeichnungen (= Verlegepläne) zu erstellen, in denen alle konstruktiven Festlegungen der Nachweisberechnungen enthalten sind. Die auszuführende Bausache (Metallleichtbaukonstruktion) ist darin in ihren Einzelheiten zu dokumentieren. Es müssen deshalb in den Verlegeplänen alle erforderlichen Informationen eindeutig, vollständig und übersichtlich enthalten sein.

Folgende Angaben sollen mindestens in den Verlegeplänen enthalten sein:

- vorgesehene Profiltafeln mit Profilbezeichnung und Angaben des Herstellers, Nennblechdicken, Lieferlängen und Paketgewichten
- Ablagepunkte für Pakete und Angaben des zugehörigen maximal zulässigen Ablagegewichts
- statische Systeme für die Profiltafeln
- Montagerichtung
- vorgesehene Verbindungselemente mit Hersteller und der genauen Typenbezeichnung
- Anordnung und Abstände der Verbindungselemente sowohl längs als auch quer zur Rippenrichtung gemäß Statik und Anlage 1.2 der allgemeinen bauauf- sichtlichen Zulassung Z-14.1-4 bzw. DIN EN 1993-1- 3 (Eurocode 3) [30], Kapitel 8, Bild 8.2
- besondere Montagehinweise je nach Art der Verbindung (z.B. Bohrlochdurchmesser)
- Dübel, Typenbezeichnung, Dübelkennwerte und Bauteilabmessungen wie Achs-, Rand- und Eckab- stände, Bohrlochdurchmesser, Verankerungsgrund und Bauteildicke
- Art und Einzelheiten der Unterkonstruktion sowie der Werkstoffe und deren Festigkeiten, Achsabstände, Ausbildung der Auflager, Gefälle, Details von Längs- und Querrändern der Verlegefläche
- Dehnfugen
- Öffnungen in den Verlegeflächen einschließlich erforderlicher Auswechslungen für Lichtkuppeln, Rauch- und Wärmeabzugseinrichtungen (RWA), Dachentwässerungen, Notüberläufe usw.
- Aufbauten oder Abhängungen (z.B. für Rohrleitungen, Kabelbündel, Unterdecken)
- Bereiche mit planmäßiger Schubfeldwirkung
- statisch wirksame Überdeckung / biegesteife Stöße
- Einschränkungen bezüglich Begehbarkeit der Profiltafeln während der Montage und ggf. während der Aufbringung von Wärmedämmung und Dachabdichtung
- maximal zulässige Fugenbreite bei Sandwichelementen, um eine ausreichende Dichtheit zu gewährleisten
- Lage und Typ der Abdichtungen aus Dichtbändern oder Dichtmassen, bei Dichtbändern einschließlich Abmessungen
- falls erforderlich, Einzelheiten zum Korrosionsschutz, z. B. Kontaktflächen zwischen unterschiedlichen Metallen oder zwischen Metallen und Holz, Beton, Mauerwerk oder Putz
- Hinweis, dass alle tragenden Bauteile und Profiltafeln unmittelbar nach dem Verlegen zu befestigen sind

Beim Konstruieren muss auf die einzelnen Stückgewichte und Stücklängen geachtet werden, da die Baustellenmontage im Allgemeinen von Hand erfolgt.

 

Barrieren aus Eisschanzen sind durch geeignete Planungsmaßnahmen zu vermeiden, wie z.B. folgend:

- Dachüberstände vermeiden oder zumindest dämmen;
- Verschattungen auf der Dachfläche vermeiden oder beheizen;
- gefährdete Bereiche mit Dachflächenheizungen ausstatten;
- wasserdichtes Unterdach bis 3 m dacheinwärts einbauen und an Rinne anschließen;
- Fließrichtung / Dachneigung nicht in kalte Dachbereiche führen;
- Rinnen heizen, besonders innenliegende Konstruktionen;
- Knicke in Fallrohren vermeiden;
- Abläufe frei halten, Rinnen und Fallrohre warten;
- Rinnenheizungen in den Fallrohren bis in den frostfreien Bodenbereich führen;
- bei vorgehängten Rinnen Abbruchgefahr beachten;
- Schnee auf dem Dach verteilt halten (viele einzelneSchneestopper statt weniger linienförmiger Schneefangeinrichtungen);
- Dampfsperre an Rinne anschließen, als Notablauf nutzen;
- Absturzsicherungen, Laufroste und andere Hindernisse durch Schneefangmaßnahmen vor Anhäufungen von Schnee und Eis schützen;
- Wärmebrücken minimieren oder ganz vermeiden;
- große Unterschiede in den Wärmedämmwerten vermeiden.

Es ist vom Planer zu überprüfen, ob einzelne Maßnahmen ausreichen oder ob mehrere kombiniert werden müssen, um eine ausreichende Wirksamkeit zu erzielen.

Als vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) bezeichnet man Fassaden, bei deren Konstruktionsweise die Wärmedämmung durch eine zirkulierende Luftschicht von der davor montierten Wetterschutzschicht getrennt ist.

Wellprofile sind durch Kaltprofilieren (Rollformen) aus Bändern oder Blechen der verschiedenen Werkstoffe hergestellte Profiltafeln, die in Längsrichtung parallel verlaufende, wellenförmige Rippen besitzen. Die verwendeten Blechdicken liegen je nach Anwendung und Werkstoff zwischen 0,63 und 1,25 mm. Wellprofile werden als Oberschale eingesetzt. Als Werkstoffe kommen neben Stahl auch Aluminium, oder nichtrostender Stahl in Frage. Die Befestigung erfolgt auf den Distanzprofilen mittels Schrauben.

Zweischalige Metalldachkonstruktionen bieten gegenüber anderen Dachkonstruktionen eine Reihe von Vorteilen. Diese zeigen sich besonders hinsichtlich des Brand- und Schallschutzes, der Nutzungsdauer, Wartungsfreundlichkeit und der Wirtschaftlichkeit.

Zwängungen aus temperaturbedingten Längenänderungen sind bei der Planung zu berücksichtigen, vgl. IFBS-Fachregeln zur Verbindungstechnik (VT02). Bei den üblichen und bewährten Konstruktionen mit Stahlprofiltafeln treten infolge Temperaturänderungen nur geringe Zwängungsbeanspruchungen auf.

In den Anlagen der Verwendbarkeitsnachweise sind die ohne zusätzlichen Nachweis der Querbeanspruchung infolge Temperaturänderung zulässigen Befestigungstypen a, b, c und d jeweils neben den charakteristischen Werten der Tragfähigkeit in der Tabelle der Verwendbarkeitsnachweise angegeben.

Sofern neben den Tabellenwerten in den Anlagen ein Befestigungstyp nicht angegeben ist, ist die Verwendung der Verbindungselemente für Verbindungen dieses Typs nur mit einem Nachweis der temperaturbedingten Zwängungsbeanspruchung (Querbeanspruchung) zulässig. Ohne den Nachweis der temperaturbedingten Zwängungsbeanspruchung dürfen die Verbindungselemente nur für zwängungsfreie Kombinationen verwendet werden.

Niete dürfen nur für Verbindungen verwendet wer- den, bei denen keine oder nur vernachlässigbar kleine temperaturbedingte Zwängungsbeanspruchungen auftreten.

Die vorgenannten Einschränkungen gelten jedoch nicht für Verbindungen von Profiltafeln mit in Tafellängsrichtung nachgiebigen Unterkonstruktionen (z. B. dünnwandige Pfetten, Riegel, Stahlkassettenprofile) sowie für biegesteife Stöße in der Tragschale.

Es ist erforderlich, die Anlieferung und das Abladen der Bauelemente zu begleiten und den Vorgang zu dokumentieren. Dabei ist Folgendes zu beachten:

  • Herstellerwerk
  • Herstelljahr
  • Profilbezeichnung
  • Blechdicke
  • Mindeststreckgrenze
  • Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen),
  • Konformitätszeichen CE-Kennzeichnung
  • Leistungserklärung gemäß EU-Bauprodukteverordnung (Declaration of Performance, DoP)
  • Bezeichnung des Korrosionsschutzsystems
  • Nennschichtdicke der zusätzlichen organischen Beschichtung

Hinweis:
Die Referenznummern des CE-Zeichens und der Leistungserklärung müssen übereinstimmen. Die Leistungserklärung muss eine Unterschrift aufweisen. Beanstandungen sind in den Versandpapieren zu vermerken und unverzüglich dem Lieferanten zu melden. Die Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen), die CE- Zeichen und die Leistungserklärungen (DoP) (Etiketten / Paketanhänger) sowie die Durchschriften der Versandpapiere sind in der Bauakte aufzubewahren.

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