Glossar

Querstoßausbildung bei Wand Trapezprofilen

Der Querstoß bei Wandtrapezprofilen unterscheidet sich grundlegend vom Dachquerstoß: Regensicherheit spielt eine untergeordnete Rolle, im Vordergrund stehen stattdessen die Aufnahme temperaturbedingter Längenänderungen, die optische Qualität des Stoßbereichs und die Vermeidung von Zwängungen.

Ein Standardquerstoß ist sowohl bei vertikaler als auch bei horizontaler Verlegung möglich, wobei eine Mindestüberdeckung von 100 mm einzuhalten ist. Mehrere Querstöße in Profilrichtung sollten vermieden werden, da Zwängungen zu Langlochbildung bei den Verbindungselementen führen können. Eine Gesamtlänge mit Querstoß von 12 m hat sich bewährt.

Aufnahme von Längenänderungen

Temperaturbedingte Längenänderungen sind primär durch eine nachgiebige Unterkonstruktion aufzunehmen. Bei Ausbildung als Schiebestoß wirken Längenänderungen nur an der Einzeltafel; Zwängungsspannungen sind dann nur bei langen Tafeln und starrer Unterkonstruktion zu erwarten. An Schiebestößen kann Abrieb des Beschichtungsstoffs auftreten.

Besonderheiten bei Horizontalverlegung

Bei horizontal verlegten Profiltafeln ohne Lisenen ist die Befestigung in jeder Rippe mit der Unterkonstruktion vorzusehen, um ein Aufklaffen der überdeckten Tafelenden zu verhindern. An den Eckpunkten entstehen Kreuzungspunkte mit vierfach übereinanderliegenden Blechen, die zu klaffenden Fugen führen können; diese Bereiche sind daher auszuklinken.

Für horizontal verlegte Profiltafeln stehen zwei spezifische Querstoßvarianten zur Verfügung: der Schiebestoß sowie die Ausbildung mit Lisene und Doppelriegel. Letztere ermöglicht eine vollständige Entkopplung der Profiltafeln und ist bei langen Fassadenflächen die bevorzugte Lösung.

Siehe auch Querstoß bei Trapezprofilen.

Gerne beraten und helfen wir Ihnen bei der Planung von technischen Details, sprechen Sie uns an: Tel. +49 791 94616-0

Zurück
nach oben