Glossar

Korrosivitätskategorien

Die Korrosivitätskategorien beschreiben die Korrosivität der atmosphärischen Umgebung eines Bauteils und bilden die Grundlage für die Auswahl geeigneter Korrosionsschutzsysteme. Sie sind in DIN EN ISO 12944-2 mittels der Abtragswerte von Carbon-Stahl und Zink definiert und werden durch die DIN 55634-1 sowie die IFBS-Fachregel GL 04 für den Leichtmetallbau ergänzt.

Kategorien C1 bis C5

Genutzt werden die Kategorien C1 bis C5-I und C5-M, wobei jede Kategorie Mindestanforderungen an das Korrosionsschutzsystem festlegt. Das Großklima in Deutschland entspricht zu über 95 % der Belastungsstufe C2/C3; die geringste anzunehmende Korrosionsbelastung der Außenatmosphäre in Deutschland ist C3. Für die Beurteilung des konkreten Gebäudestandorts ist jedoch ausschließlich das Kleinstklima – also die tatsächlichen Bedingungen an der Bauteilgrenzfläche – entscheidend.

Einflussfaktoren bei der Auswahl

Die Wahl des Korrosionsschutzsystems hängt neben der Korrosivitätskategorie von weiteren Faktoren ab: der Bauteilfunktion, ästhetischen Anforderungen, Korrosionsbeständigkeit (RC), UV-Beständigkeit (RUV), Robustheit (RM), Feuchtebelastung der unbewitterten Seite sowie der geplanten Nutzungsdauer. Bauelemente im Leichtmetallbau sind grundsätzlich auf beiden Seiten zu schützen – sowohl bewittert als auch unbewittert. Die IFBS-Fachregeln helfen dabei, den geeigneten Korrosionsschutz situationsspezifisch auszuwählen.

Siehe auch Korrosionsschutz oder die Produkt-Info Beschichtungslösungen.

Tabelle mit einer Übersicht der Korrosivitätskategorien und Schutzklassen nach DIN EN ISO 12944-2 mit Beispielen der Anwendung
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