Glossar

Abweichungen von der Ebenheit bei Sandwichpaneelen

Geringfügige Abweichungen von der Ebenheit in den ebenen Flächenbereichen von Sandwichelementen sind systembedingt und beeinflussen die Trag- und Gebrauchsfähigkeit nicht. Sie sind besonders unter Schräglicht erkennbar und umfassen leichte Randwelligkeit der freien Ränder infolge von Walz- oder Kantspannungen sowie Abweichungen im unmittelbaren Bereich von Verbindungen und Befestigungen.

Normative Grundlage

Maßgeblich sind die Herstelltoleranzen nach DIN EN 14509, Abschnitt 7.8 und 7.9, sowie die Durchbiegungsbegrenzungen nach EN 14509:2013, Abschnitt E.5.4. Hinweis für die Planung: Die geforderte Bauwerkstoleranz nach DIN 18202, Tabelle 3, kann kleiner sein als die zulässigen Sandwichelement-Herstelltoleranzen – dieser Punkt ist frühzeitig zu klären.

Zulässige Herstelltoleranzen

  • Oberflächenebenheit (DIN EN 14509, 7.9): 0,6 mm auf 200 mm, 1,0 mm auf 400 mm, 1,5 mm auf ≥ 700 mm (Zwischenwerte interpolieren).
  • Längswölbung: 2,0 mm/m Elementlänge, maximal 10 mm bei Wänden und 15 mm bei Dächern (Messung 200 mm vom Elementende).
  • Querwölbung (DIN EN 14509, 7.8): 8,5 mm/m Breite bei h ≤ 10,0 mm, 10,0 mm/m Breite bei h > 10,0 mm (Messung 100 mm vom Längsrand).
  • Geradheit: 1,0 mm/m, maximal 5,0 mm.
  • Eindellung der Deckschale durch Verbindungselemente: bis 2,0 mm zulässig.
  • Schwinden am Längs- und Querrand: Eine Abweichung liegt vor, wenn die Elementdicke am Rand um mehr als 2 % (bei D > 100 mm) bzw. 2 mm (bei D ≤ 100 mm) vom Ist-Maß abweicht.

Siehe auch Materialspezifischen Unregelmäßigkeiten.

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