Die DIN EN 1993-1-3 legt die Bemessungs- und Konstruktionsregeln für kaltgeformte dünnwandige Bauteile und Bleche fest und ist damit die maßgebliche Norm für die statische Nachweisführung von Trapezprofilen, Kassettenprofilen und vergleichbaren Profiltafeln im Leichtmetallbau. Sie gilt für kaltgewalzte Stahlerzeugnisse aus beschichtetem oder unbeschichtetem dünnwandigem Blech oder Band, das durch Rollprofilier- oder Kantverfahren kaltverformt wurde, und hat die Bemessungsregeln der zurückgezogenen DIN 18807-1 übernommen.
Nachweisverfahren
Die Norm umfasst zwei Nachweisverfahren: rechnerische Berechnungsverfahren, die auf bestimmte Werkstoffe und geometrische Abmessungen beschränkt sind, sowie versuchsgestützte Berechnungen, die diese Einschränkungen nicht haben und damit auch für komplexere Profilgeometrien geeignet sind. Voraussetzung für die Gültigkeit beider Verfahren ist, dass die kaltgeformten Bauteile den Toleranzanforderungen der DIN EN 1090-2 entsprechen. Tragende Profile und Profiltafeln fallen in den Geltungsbereich dieser Norm und müssen gemäß DIN EN 1090-1 CE-gekennzeichnet werden. Die Norm ist außerdem für die Bemessung von profilierten Stahlblechen für Stahl-Beton-Verbunddecken im Bauzustand anwendbar.
Nationaler Anhang (NA)
Der Nationale Anhang enthält national festzulegende Parameter sowie ergänzende Informationen und ist bei der Anwendung des Eurocodes zwingend zu beachten. Er verweist weiterhin auf die zurückgezogenen Normen DIN 18807-2 und DIN 18807-3, da diese für die Nachweisführung über Tragfähigkeitsversuche weiterhin Gültigkeit besitzen.
Siehe auch Standsicherheitsnachweis.