Die DIN 18516-1 legt Planungs-, Bemessungs- und Konstruktionsgrundsätze für dauerhafte hinterlüftete Außenwandbekleidungen fest, einschließlich der Verankerungen, Verbindungen und Befestigungen. Sie stellt bauphysikalische Anforderungen sowie Anforderungen an Bauteildicken und den Korrosionsschutz von Bekleidung und Unterkonstruktion.
Wichtig für den Leichtmetallbau: Metallfassaden sind ausgenommen
Die DIN 18516-1 gilt ausdrücklich nicht für raumabschließende Bauteile und deren Bestandteile – also nicht für Trapezprofilkonstruktionen und vergleichbare Metallfassaden. Für hinterlüftete Fassaden aus Metall sind stattdessen die DIN EN 1090-4 bzw. DIN EN 1090-5 sowie die IFBS-Fachregel PA 07 maßgeblich. Werden hinterlüftete Außenwandbekleidungen mit Profiltafeln nach diesen EN-Normen hergestellt, sind die technischen Baubestimmungen für Fassadenbekleidungen ergänzend zu beachten, soweit die EN-Normen keine eigenen Regelungen enthalten.
Materialien und Ausnahmen
Für Bekleidungen dürfen nichtrostende Stähle der Korrosionsbeständigkeitsklasse II (CRC) nach DIN EN 1993-1-4 verwendet werden. Kleinformatige Fassadenelemente (bis 0,4 m² Fläche und 5 kg Eigengewicht) sowie brettformatige Elemente (bis 0,3 m Breite bei Unterstützungsabständen von maximal 0,85 m) sind von bestimmten technischen Regeln ausgenommen, sofern sie nach allgemein anerkannten Regeln der Technik befestigt sind.
Siehe auch vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) oder Hinterlüftung bei Außenwänden und Außenwandbekleidungen
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