Glossar

Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)

Eine vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) ist eine Außenwandkonstruktion, bei der Wärmedämmung und äußere Wetterschutzschicht durch eine zirkulierende Luftschicht getrennt sind. Diese funktionale Trennung ermöglicht einen unabhängig voneinander optimierten Wetter- und Wärmeschutz.

Aufbau

Der Schichtaufbau von außen nach innen umfasst die äußere Bekleidung, deren Befestigungselemente, das Tragprofil, die Wandkonsole mit ggf. thermischem Trennelement, Gleit- und Festpunkte als Verbindungselemente, den Hinterlüftungsraum, die Wärmedämmung und die Verankerung im Baukörper. Die Halter sind am Baukörper verankert und tragen die Unterkonstruktion mit den Bekleidungselementen. Die Fassade trägt nicht zur Lastabtragung des Baukörpers bei.

Funktion der Hinterlüftung

Die Luftschicht ermöglicht den Abtransport von Tauwasser und Kondensat aus dem Wandaufbau. Der hinterlüftete Bereich ist im Winter kalt, was bedeutet, dass die Dämmebene auf der raumseitigen Seite des Hinterlüftungsraums liegt. Wärmebrücken durch die Dämmebene dringende Halter müssen bei der Bestimmung des U-Werts berücksichtigt werden.

Nachhaltigkeit

VHF-Konstruktionen sind langlebig und wartungsarm und eignen sich für nachhaltiges Bauen. Ihre Bauteile sind getrennt rückbaubar und wirtschaftlich recycelbar; Stahl und Aluminium erreichen Recyclingquoten von mindestens 90 %.

Normen

Planung und Konstruktion erfolgen gemäß DIN 18516-1. Für die Ausführung tragender kaltgeformter Bauteile und Profiltafeln aus Stahl und Aluminium gelten DIN EN 1090-4 und DIN EN 1090-5. Nachweise zu Wärme-, Feuchte- und Schallschutz, Brandverhalten, Nachhaltigkeit und mechanischen Eigenschaften sind zu erbringen.

Siehe auch Sidings oder Hinterlüftung bei Außenwänden und Außenwandbekleidungen.

Mehr produktspezifische Informationen zu Sidings.

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