Eine Attika ist ein Halbgeschoss oder eine Dachaufkantung, die dazu dient, die Ansicht des Daches zu verdecken. Im Leichtmetallbau werden damit die Wandbereiche bezeichnet, die über die Dachfläche hinausragen.
Konstruktion
Die Mindestmaße für Auf-/ Abkanthöhen sind gemäß Vorgaben einzuhalten. Die Attikaabdeckung ist mit einer Neigung von mindestens 5° zur Dachfläche hin auszubilden, um Wasseransammlungen zu vermeiden. Attikastöße können mit Stoßlasche und Dichtung ausgeführt werden, wobei Stoßüberdeckungen gemäß Abschnitt 12.3.4 zu erfolgen haben. Hierbei ist eine Überdeckungslänge von mindestens 200 mm erforderlich. Während der Bauzeit sind Attikaüberstände von Sandwichelementen mit Mineralwollkern vor Niederschlägen zu schützen.
Windlasten
Windlasten auf Attiken sind nach DIN EN 1991-1-4, Abschnitt 7.4 ("Freistehende Wände") zu ermitteln. Für Attikabereiche von Industriehallen existieren spezielle, auf Windkanalversuchen basierende Windlastansätze. Mehrschalige Dach- und Wandaufbauten aus Well-, Trapez- und/oder Kassettenprofilen gelten hinsichtlich der Windlasteinwirkungen als einschalige Konstruktionen.
Schneelasten
Schneelasten gelten als veränderliche Einwirkungen. Eine Überlagerung von Einwirkungen aus Wasser und Schnee ist in der Regel nicht erforderlich; Wasserlasten bis zur Anstauhöhe des Notablaufs gelten als außergewöhnliche Einwirkung. Bei geringen Dachneigungen kann eine Zusatzlast infolge Durchbiegung zu berücksichtigen sein. Eine Überlagerung von Einwirkungen aus Wasser und Schnee ist in der Regel nicht erforderlich.
Siehe auch Notüberläufe / Notabläufe oder Vermeidung von Eisschanzen.
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