Die DIN 55634-1 regelt den Korrosionsschutz von tragenden dünnwandigen Bauteilen aus unlegiertem oder niedriglegiertem Stahl mit einer Nennblechdicke von maximal 3 mm – also genau der Blechdicken, die im Leichtmetallbau für Trapezprofile, Kassettenprofile und Sandwichelemente typisch sind. Sie ersetzt die frühere DIN 55928-8 und definiert Anforderungen und Prüfverfahren für Metallüberzüge, Beschichtungen und Duplex-Systeme.
Die Norm ist damit die zentrale Referenz für den Korrosionsschutz von Profiltafeln und Sandwichelementen im Leichtmetallbau und gilt für Band- und Stückbeschichtungen, die sowohl im Werk als auch auf der Baustelle ausgeführt werden.
Korrosivitätskategorien
Die Einteilung der Korrosionsbelastung erfolgt nach den Korrosivitätskategorien C1 bis C5 gemäß DIN EN ISO 12944-2. Bei Nennblechdicken über 3 mm ist stattdessen die Normenreihe DIN EN ISO 12944 anzuwenden. Ausgenommen sind Bauteile, die ausschließlich nach DIN EN ISO 1461 feuerverzinkt sind.
Die Norm deckt ausschließlich den Schutz gegen atmosphärische Korrosion ab. Schutz vor Mikroorganismen, Chemikalien, mechanischen Belastungen oder Brand ist nicht Gegenstand der DIN 55634-1.
Aktuelle Bedeutung
Zukünftige Ausgaben der MVV TB (voraussichtlich ab 2026/1) werden auf DIN 55634-1 und DIN 55634-2 (Ausgaben 2025-08) verweisen, was der Norm eine wachsende baurechtliche Relevanz verleiht.
Siehe auch Korrosionsschutz.
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